Reilingen

TB Germania Wanderfreunde auf Mehrtagestour durch den Schwarzwald / Gemeinsame Fußmärsche stärken den Teamgeist / Kulinarisches Angebot begeistert

Etliche Höhenmeter bewältigt und Kraft getankt

Archivartikel

Reilingen.Fronleichnam, der 20. Juni, kündigte sich in der Gemeinde nicht gerade freundlich an. Heftiger Sturm fegte nachts durch den Ort, unzählige Blitze tauchten die Landschaft in grelles Licht und der Himmel hatte seine Schleusen geöffnet. Was sollte das nur werden mit der Vier-Tage-Tour in Seewald-Göttelfingen? Doch Petrus hatte ein Einsehen. Pünktlich zum Fahrtbeginn machte er die Bahn frei und losging es bei strahlendem Sonnenschein.

Mancher Wochenendurlauber hatte wohl seine Pläne aufgegeben, und so kam man unerwartet schnell über die Autobahn und durch das Murgtal nach Seewald-Göttelfingen. Pünktlich zur Ankunft häuften sich dunkelgraue Wolken turmhoch.

Modernes Sägewerk besichtigt

Wider Erwarten ging es nach einem kleinen Imbiss zwar bei bedecktem Himmel, aber von Regentropfen unbehelligt nach Schorrental (25 Einwohner). Beeindruckend war das dortige höchst modern eingerichtete Sägewerk mit innovativer Blockband- und Trennbandsägetechnologie.

Nach einer Einkehr beim „Forellen-Karle“, einem lustigen unterhaltsamen Schwarzwälder Bergbauern, stieg man gestärkt bergauf zurück zur „Traube“. Unterm Dach machte der gerade einsetzende Regen niemandem mehr etwas aus.

Der nächste Tag führte die Gruppe auf dem Natur- und Erlebnispfad „Felix“ rund um Seewald-Besenfeld, der größten der sieben Ortsteilgemeinden mit seinen 1117 Einwohnern. Strahlender Sonnenschein, schattige Waldwege, reiche Flora und informative Tafeln machten den Rundgang zu einem kurzweiligen Erlebnis.

Die größte Tour fand am Samstag statt. Von Göttelfingen (750 Meter) führte der Weg bis hinab zum Nagold-Stausee (550 Meter). Unterwegs in Schernbach gab es eine besinnliche Einkehr in der 1897 geweihten Johanneskirche. Beeindruckend darin das dem Altarbild von Matthias Grunewald nachempfundene Altarbild von Christian Keppler, einem Bauernsohn aus Schernbach.

In Sprengel Omersbach, unweit der Nagold-Talsperre, gab es im „Jägerhof Kropfmühle“ eine lukullische Einkehr. Man konnte nur staunen, wie die Besitzer die ehemalige Sägemühle zu einem attraktiven Touristenlokal umgebaut und eine hervorragende Küche zu bieten hatten. Nach der Tour stakste so mancher Wanderer mit etwas angestrengter Muskulatur zum Abendessen an den reich gedeckten Tisch, um sich mit Kalorien für die letzte, die sonntägliche Tour, einzudecken.

Die letzte der vier Touren sollte dem Ausklang dienen. Mit wenigen Höhenunterschieden wurde die Gemeinde Göttelfingen umrundet. Die vorhergegangenen Touren hatten an den Wanderstiefeln ihre Spuren hinterlassen. Da war Einfallsreichtum gefragt. Dank besonderer Bindetechnik überstand ein überstrapaziertes Paar Schuhe auch die letzten Kilometer.

Der Abschied von Göttelfingen war vom Gefühl getragen, wieder einmal bei der alljährlichen Vier-Tage-Tour ein besonders gemeinschaftsprägendes Erlebnis genossen zu haben. Die reizvolle Landschaft, die Gespräche unterwegs, das Erfolgserlebnis über die gewanderten Strecken, die Erfahrung neuer Kochkünste und vieles andere mehr trugen dazu bei.

Die Organisatoren Maik Schaible (Göttelfinger Gewächs und Wanderführer), Claudia Seidel, Ursula Seidel und Fritz Seidel durften das Gefühl haben, dass sich die Vorbereitungen gelohnt hatten. sei

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