Reilingen

Friedhof 60 gärtnergepflegte Gräber werden angelegt

Garten der Erinnerung

Archivartikel

Reilingen.Gärtnermeister Frank Weißbrod wischt sich den Schweiß von der Stirn. Er ist gerade mit seinem Team dabei, auf der Nordseite der Friedhofskapelle den ersten Teilbereich eines dritten, gärtnergepflegten Grabfeldes anzulegen. Bei der sommerlichen Hitze eine anstrengende Arbeit. Denn die Bodenverbesserung und das Bepflanzen mit Bodendeckern, Stauden und Solitärgehölzen ist reine Handarbeit.

Mit viel Leidenschaft setzt Weißbrod die von der Genossenschaft Badischer Friedhofsgärtner entwickelte Konzeption um. „Schließlich soll das, was hier entsteht, auch mir gut gefallen“, schmunzelt er. Bei den Arbeiten tritt er als Unternehmer in Vorleistung. Die Refinanzierung erfolgt durch die Verträge, welche die Hinterbliebenen der Verstorbenen mit der Genossenschaft Badischer Friedhofsgärtner schließen. Der Reilinger Pflasterfachbetrieb Helmut Steinmann hatte im Vorfeld die mit einer wassergebundenen Decke versehenen Zugangswege angelegt.

Sanft geschwungene Wege

In auflockernder, sanft geschwungener Form und barrierefrei ist damit jede einzelne Grabstelle erreichbar. Im Kernbereich lenkt bereits ein Wasserspiel die Blicke auf sich. Eine vom kommunalen Bauhof eingerichtete, zentral gesteuerte Bewässerungsanlage sorgt dafür, dass die parkähnliche Anlage mit ihrem reichen Pflanzenbestand auch in heißen Sommermonaten einen gepflegten Eindruck hinterlässt.

„Bis Mitte Juni wird es noch dauern, bis der ganze Bereich sein end-gültiges Aussehen erhalten hat und zur Ruhestätte von bis zu 60 Verstorbenen werden kann“, erwartet Weißbrod. jd

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