Reilingen

Gefühl der Geborgenheit

Archivartikel

Benjamin Jungbluth freut sich über Laternen trotz Corona

Licht in der Dunkelheit – eine eindringlichere Symbolik kann es für Menschen kaum geben, und in diesen außergewöhnlichen Zeiten hilft sie wohl in ganz besonderem Maße. Die kreativen Lösungen, die derzeit viele Fenster in Reilingen, der Region und ganz Deutschland erhellen, sind ein wunderbares Zeichen dafür, dass die Menschen sich auch in Krisen ihre Hoffnung bewahren – und gleichzeitig eine Mahnung, dass bei schwierigen Ereignissen die Zukunft der Kinder in jedem Fall bewahrt bleiben muss. Dabei geht es nicht nur um materielle Sicherheit, sondern um das für Kinder immanent wichtige Gefühl der Geborgenheit, das durch die traditionellen Lichter in der dunklen Jahreszeit, die Umzüge und die Geschichte von St. Martin erzeugt wird.

Die Aktion „Laternen Fenster“ kommt wohl genau deshalb so gut bei vielen Familien an. Und sie ist sehr vielseitig: Die ins Fenster gehängten Lichter erfreuen Passanten, die Kinder können zwischendurch mit ihren Laternen und ihren Familien spazieren gehen, und zumindest innerhalb einiger Reilinger Kitagruppen gibt es sogar noch einen richtigen Umzug mit Pferd, Reiter und Mantel. Solche positiven Erlebnisse sind für Kinderseelen prägend, gerade in Zeiten, in denen in ihrem Umfeld viele ungewohnte Dinge passieren und viele Erwachsene um sie herum ihre Sorgen kaum verbergen können.

Umso schöner ist es, dass sich so viele Mütter und Väter bereitgefunden haben, ihren Jüngsten rund um St. Martin eine schöne Zeit zu ermöglichen. Mit der bevorstehenden Weihnachtszeit kann es gerne so weiter gehen. Gerade in diesem Jahr sind geschmückte Fenster, hell erleuchtete Häuser und funkelnde Weihnachtsbäume ein mächtiges Symbol: Es gibt Licht in der Dunkelheit.

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