Reilingen

Gemeinderat tagt Weichenstellungen für den Um- und Ausbau der Schillerschule / Jahresrechnung 2017 wird verabschiedet

Gemeinschaftsschule soll Küche erhalten

Reilingen.Die Finanzen stehen gleich mehrfach im Mittelpunkt der Sitzung des Gemeinderates am Montag, 16. Juli, 19 Uhr, im Bürgersaal des Rathauses. Bevor sich der Rat den erfreulichen Zahlen der Jahresrechnung 2017 und dem Zwischenbericht des aktuellen Haushaltsjahres widmen wird, stehen weitreichende Entscheidung für die bauliche Umwandlung der Schillerschule zu einer Gemeinschaftsschule auf der Tagesordnung.

Dass die Friedrich-von-Schiller-Schule zu einer Gemeinschaftsschule erweitert werden soll, hat der Rat schon im Dezember 2016 grundsätzlich entschieden. Mittlerweile, seit Februar, liegt die Zustimmung des Regierungspräsidiums Karlsruhe vor, die Gemeinschaftsschule kann zum Schuljahr 2018/19 ihren Betrieb aufnehmen.

Auch die baulichen Maßnahmen, die Erweiterung des bestehenden Schulgebäudes, wurden vom Rat schon beschlossen. Im Februar wurde einem Entwurfsplan mit einem Volumen von rund 3,8 Millionen Euro zugestimmt. Wobei die Verwaltung von einem Zuschuss zwischen einem Drittel und maximal zwei Dritteln ausgeht.

Am Montag hat der Rat über drei noch offene Fragen zu entscheiden. Wird eine neue Schulküche errichtet oder wird lediglich eine Aufwärmküche gebaut? Die Verwaltung plädiert für eine Vollküche in der Schule und dafür, die Küche der Mannherz-Halle solange weiter zu nutzen, bis die neue Küche fertig ist.

Vorhandene Geräte mit einem Kostenvolumen von rund 30 000 Euro könnten dann mit umziehen. Insgesamt ließen sich mit diesem Modell rund 56 000 Euro gegenüber dem reinen Bau einer Vollküche in der Schule sparen. Dennoch: Für den Bau der Vollküche in dieser Variante sind rund 405 000 Euro veranschlagt.

Ferner spricht sich die Verwaltung dafür aus, die Kochküche samt Mensa mit einer Unisex-Umkleide auszustatten. Bisher arbeiten maximal vier Küchenangestellte in diesem Bereich, künftig werden es höchsten sechs sein, eine Unisex-Umkleide entspricht somit den Vorschriften. Zwar wären die Kosten bei einer geschlechtergetrennten Umkleide kaum höher, doch wäre der Platzbedarf größer, was zulasten der Vorbereitungsfläche in der Küchen gehen würde.

Und letztlich spricht sich die Verwaltung dafür aus, die Küche ohne Kühlhaus zu planen. Tiefkühlgeräte seien ausreichend und billiger, zumal sich solche im Bestand der Küche der Mannherz-Halle finden.

Zahlen färben sich schwarz

Erfreulich fällt der Blick des Gemeinderates auf die vorläufigen Zahlen der Jahresrechnung 2017 aus, sprich auf die Umsetzung der im Haushaltsplan beschlossenen Maßnahmen. Dabei zeigt sich eine Verbesserung des ordentlichen Ergebnisses um 1,44 Millionen Euro auf 1,46 Millionen Euro.

Der vorsichtige Ansatz von 16 000 Euro wurde durch die positive wirtschaftliche Entwicklung bundesweit und den damit einhergehenden Anstieg der Steuereinnahmen und der Finanzausgleichszahlungen zur Makulatur. Dies hat zur Folge, dass sich die Liquidität der Gemeinde um gut vier Millionen Euro auf dann knapp acht Millionen Euro verdoppelt.

Diese erfreuliche Entwicklung setzt sich im folgenden Tagesordnungspunkt fort, wenn es um einen Zwischenstand des aktuellen Haushaltsjahres geht. Zwar wird immer noch mit einem negativen Ergebnis von über 400 000 Euro kalkuliert, doch ist es gegenüber dem Jahresanfang schon geringer geschätzt.

Beschließen soll der Rat über die Annahme von Spenden. In der Summe geht es um 3500 Euro. Entscheiden soll das Gremium auch über den weiteren Betrieb der Buslinie 719, die die Gemeinde mit den Bahnhöfen in St. Leon-Rot und Neulußheim verbindet.

Zustimmen soll der Rat einer Neubesetzung im Gutachterausschuss, bevor Mitteilungen des Bürgermeisters, Bekanntgaben und Anfragen den öffentlichen Teil der Sitzung beschließen. aw

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