Reilingen

Technischer Ausschuss Beim Dorfgemeinschaftshaus starten die Arbeiten im Herbst / Rohbauarbeiten vergeben

Grünes Licht für Löwen-Anbau

Archivartikel

Reilingen.Am frühen Donnerstagabend fand die jüngste Sitzung des Technischen Ausschusses statt. Zügig wurden die anstehenden Tagesordnungspunkte abgehandelt und die Bauvorhaben, von einer Ausnahme abgesehen, mit einem klaren positiven Votum bedacht.

Zur Pferdehaltung bestimmt ist der geplante Neubau eines Stallgebäudes mit 24 Paddockboxen (Boxen mit Auslauf). Standort ist der westliche Randbereich des Wersauer Hofes, der über eine Gesamtfläche von rund 18 000 Quadratmeter verfügt. Mit dem Neubau wird sich die Anzahl der Paddockboxen auf dann 44 nahezu verdoppeln. Die noch vorhandenen 21 Innenboxen entfallen komplett.

Solarium für die Pferde

Voraussichtlich sollen noch ein Waschplatz und ein Solarium in den neuen Stall integriert werden. Auf Nachfragen aus dem Gremium konnte die im Umgang mit Pferden erfahrene stellvertretende Bauamtsleiterin Petra Brandenburger bestätigen, dass Solarien tatsächlich ein probates Mittel sind, um Pferde nach schwerer „Arbeit“ oder nach dem Waschen zu trocknen.

Dem privilegierten Vorhaben im Außenbereich stehen aus Sicht des Technischen Ausschusses keine öffentlichen Belange entgegen. Das geforderte Einvernehmen fiel deshalb erwartungsgemäß einstimmig aus. Naturschutzbehörde, Landwirtschaftsamt und Veterinäramt werden im weiteren Genehmigungsverfahren durch das Baurechtsamt Hockenheim beteiligt.

Grenzen überschritten

In der Wilhelmstraße will ein Bauherr im rückwärtigen Grundstücksteil anstelle eines abzubrechenden Schuppens einen Anbau an das bestehende Wohnhaus errichten. Der eingeschossige Flachdachbau soll eine Dachterrasse erhalten. Mit rund 250 Quadratmetern Grundfläche wird die im Bebauungsplan festgelegte Obergrenze um bis zu 15 Prozent überschritten.

Ursache dafür sind allerdings weder Neubau noch Hauptgebäude, sondern ausschließlich die Anrechnung der Nebenanlagen im Bestand. Zudem wird es erforderlich, auf eine Länge von 4,50 Meter und einer Breite von fünf Metern die im Bebauungsplan vorgegebene Baugrenze zu überschreiten. Auch mit Rücksicht auf einen ersten Nachbareinwand verständigten sich die Ratsmitglieder darauf, grundsätzliche Bedenken zu formulieren und zunächst ein klärendes Gespräch mit dem Planer zu empfehlen.

Mit Rücksicht auf den sommerlichen Biergartenbetrieb startet eine umfassende Sanierung des maroden Nebengebäudes zum Dorfgemeinschaftshaus in der Hauptstraße erst im Spätjahr. Nach einer Information von Bürgermeister Stefan Weisbrod war auf einen schon im Februar gestellten bau- und denkmalschutzrechtlichen Antrag vor wenigen Tagen die Genehmigung unter denkmalschutzrechtlichen Auflagen erteilt worden.

Beginn nach Biergarten-Saison

So sind beispielsweise neue Fenster und Türen in Holz auszuführen, Details der Farbgebung mit der Denkmalbehörde abzustimmen und im Falle einer Dacheindeckung ausschließlich naturrote, nicht engobierte Tonziegel zu verwenden. Mit den Rohbauarbeiten ist bereits die Oftersheimer Bauunternehmung Eckert beauftragt. Das Auftragsvolumen liegt bei 31 000 Euro. Die weiteren Ausbaugewerke werden durch das Architekturbüro Eberhard Vögele über die Sommermonate beschränkt ausgeschrieben.

Die zum Sitzungsende obligatorischen Nachfragen aus dem Ratsgremium galten dem Standort eines Altkleidercontainers im Baugebiet „Viehtrieb“ (Silvia Vögtle), der Grundwasserbelastung als Folge des Eisel-Brandes (Sabine Petzold), der Parksituation in der Kirchenstraße (Agnés Thuault-Pfahler), dem Wegekreuz an der Hockenheimer Straße (Heinrich Dorn) und schließlich der bevorstehenden Arbeitsaufnahme der beiden neuen Gemeindevollzugsdienst-Kräfte, die sich vorwiegend um den ruhenden Verkehr in der Gemeinde kümmern werden (Sabine Petzold). jd

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