Reilingen

Schiller-Schule Fundament übernimmt tragende Rolle / Ständiger Austausch zwischen Statikern und Architekten

Hochbauarbeiten sind angelaufen

Archivartikel

Reilingen.Die Erstklässler waren es, die beim Spatenstich am 16. Mai als „Baumeister“ die Hochbauarbeiten für den Schulanbau der Schiller-Schule symbolisch aufnahmen. An ihre Stelle sind längst Fachleute am Bau getreten, die den dreigeschossigen Rohbau hochziehen. Bis Ende Oktober wollen sie schon fertig sein und dann dem deutlich zeitintensiveren Innenausbau den Vortritt überlassen. Ob das wie geplant klappt, wird sich noch zeigen müssen, heißt es in einer Pressemitteilung.

Schon der eigentliche Baustart verzögerte sich bis nach den Pfingstfeiertagen. Vorausgehend waren zum Teil nur schwer lokalisier- und zuordenbare Wärmeversorgungs-, Strom- und Telekommunikationsleitungen außerhalb des Baufeldes zu verlegen. Vom Bauhof zu entfernen war die am Bestandsgebäude angebrachte stählerne Fluchttreppe. Erst dann konnte die BS Bauunternehmung GmbH aus Philippsburg daran gehen, die Baustelle einzurichten, sowie mit allem notwendigen technischen Gerät, darunter einem Baukran auszustatten. Nach den Erdbewegungsarbeiten geht es jetzt mit Hochdruck an die Gründung für das Bauwerk, die eine Grundfläche von 26 mal 29 Metern überdecken wird. Der Gründungskörper hat einmal die Aufgabe, die ständigen Lasten und die Verkehrslasten des Bauwerkes standsicher auf den Boden zu übertragen.

Nachrutschen verhindern

Die Gründung erfolgt mit üblichen Einzel- und Streifenfundamenten. Allerdings müssen diese tiefer in den Böden geführt werden als üblich, weil im Baugelände teilweise bis drei Meter tiefe Geländeauffüllungen von früher vorhanden sind, die keine Lastabtragung ermöglichen. Im Anschluss an das bestehende Gebäude muss dies mit besonderer Sorgfalt erfolgen, damit das vorhandene Schulgebäude keinen Schaden nimmt. Hier wird mit Schachtringen gearbeitet, um ein angrenzendes Nachrutschen der Erde zu verhindern. In einem Teilbereich des Gebäudes, dort wo später die Mensa sein wird, war auch das Unterfangen eines Bestandsfundaments erforderlich.

Derzeit wird an der Tiefergründung gearbeitet. Mit den eigentlichen Streifenfundamenten kann aber kurzfristig begonnen werden. In dieser Phase sind Statiker, Prüfstatiker und Bodengutachter im ständigen Austausch mit den Architekten, um die Problempunkte zu erörtern und die Arbeiten zu überwachen. jd

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