Reilingen

Gartenarbeit Rathaus-Team und Bürgermeister legen grünen Rasenteppich an / Verschönerung fürs Seniorenheim

„Kraftvolle Geste der Zusammenarbeit“

Archivartikel

Reilingen.Da mag sich so mancher Anwohner des „Kleinen Hertenweges“ verwundert seine Augen gerieben haben. Ein Rathausteam der Kernverwaltung samt Bürgermeister Stefan Weisbrod war unmittelbar vor dem neuen Reilinger Seniorenzentrum in schweißtreibende, körperliche Arbeit vertieft. Die Kollegen des Außendienstes standen mit fachkundigem Rat und helfender Hand zur Seite.

„Es handelt sich um eine kraftvolle Geste des Zusammenhalts und der Gemeinsamkeit“, erklärte Bürgermeister Stefan Weisbrod die ungewöhnliche Aktion. Gerade in Krisenzeiten sei es notwendig, mehr Verständnis füreinander und für die jeweilige Arbeit des anderen zu entwickeln. Insoweit handele es sich keineswegs um eine neue Form des Betriebssports, sondern um eine sogenannte „Teambildungsmaßnahme“, die zudem einem sehr nützlichen Zweck diene. „Wenn wir mit ganzer Kraft zusammenhalten, werden auch wir die Corona-Krise überwinden“, so die Einschätzung von Stefan Weisbrod.

Rollentausch für die Verwaltung

Alle Teilnehmer hatten für diesen Rollentausch ihre für den Rathaus-Innendienst alltägliche Seriosität abgelegt, klassischen Anzug oder elegante Garderobe durch praktische Arbeitskleidung ersetzt. Die Hände mit Handschuhen vor der ungewohnten Tätigkeit geschützt, machten sie sich mit Eifer daran, den vom Seehof Peter Geng bezogenen und tagesfrisch geschälten Rollrasen per Hand zu verlegen.

Die rund 160 Quadratmeter umfassende, an den Gehweg angrenzende Fläche war zuvor vom Grünflächenteam des Bauhofes präpariert worden. Die einzelnen, bis zu 20 Kilogramm schweren Rasenrollen, wurden von den Helfern im Halbverband, also für den besseren Halt stückweise zueinander versetzt, ähnlich einer Ziegelmauer, ausgerollt und zurechtgeschnitten. Mit einer Rasenwalze wurden die Rasenbahnen perfekt in die lockere, mit Humus und Dünger aufbereitete Erde gedrückt.

Im Schweiße ihres Angesichts

Nach rund drei Stunden anstrengender Gemeinschaftsarbeit waren die Akteure nicht nur um eine Erfahrung reicher. Sie konnten durchaus stolz auf ihre im Schweiße des Angesichts erbrachte Leistung sein. Denn ergänzend zur Grünzone des neuen Senioren-Pflegeheimes ist ein gefälliges Fleckchen entstanden, wo man sich auf einer Sitzbank und im Schatten der Bäume gerne eine Pause vom Alltag gönnen kann.

Ist der Rollrasen in etwa zwei bis drei Wochen fest verwurzelt, übernimmt der Hausmeister des angrenzenden Pflegeheimes das regelmäßige Wässern und Pflegen des grünen Rasenteppichs. jd

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