Reilingen

Gemeinderat Acht Wohneinheiten in Graf-Zeppelin-Straße geplant / Kalkulation der Abwassergebühr sieht keine Erhöhung vor / Beratung über Waldbewirtschaftung

KWG schmiedet Pläne für nächstes Mehrfamilienhaus in Gemeinderegie

Reilingen.Während an der Ecke Wilhelm-/Graf-Zeppelin-Straße ein kommunales Wohnhaus in die Höhe wächst – für 1,1 Millionen Euro entsteht Wohnraum für acht Familien – steigt der Bedarf nach Gemeindewohnungen weiter an. Derzeit herrscht eine Warteliste, so dass der Rat am Montag, 14. Oktober, darüber entscheiden wird, ob am Anfang der Graf-Zeppelin-Straße ein weiteres Wohnhaus mit acht Wohneinheiten errichtet wird.

Wie es in der Sitzungsvorlage heißt, ist das vorhandene Gebäude nicht mehr zu sanieren, Architekt Vögele empfiehlt innerhalb seines Zehnjahresprogramms, mit dem die kommunalen Wohnungen innerhalb einer Dekade auf Vordermann gebracht werden sollen, den Neubau. Veranschlagt sind rund 1,3 Millionen Euro. Mit dem Bau soll die Kommunale Wohnungsbaugesellschaft (KWG) beauftragt werden.

Küchentechnik für Schiller-Schule

Um beim Thema Bauen zu bleiben: Der Rat wird für den Erweiterungsbau der Friedrich-von-Schiller-Schule zwei weitere Gewerke vergeben – die Trockenbauarbeiten und die küchentechnischen Anlagen. Beide Arbeiten waren ausgeschrieben, dem Rat werden am Montag die billigsten Bieter genannt. Vergeben werden sollen der Betrieb und die Instandhaltung der Straßenbeleuchtung. Im Raum stehen jährliche Kosten von rund 20 000 Euro.

Weniger Mittel sind für die Thermografie-Aktion der AVR eingeplant. Mit dem Verfahren lassen sich an Häusern Wärmeverluste erkennen, durch deren Beseitigung Energie eingespart und damit der CO2-Verbrauch gesenkt werden kann. Die Verwaltung schlägt vor, jedes Gebäude, das mit Infrarot abgetastet wird, mit 60 Euro zu bezuschussen, was in etwa der Hälfte des Aufwands entspricht. Mit dem geplanten Budget von 2500 Euro ließen sich rund 40 Häuser auf den Prüfstand stellen.

Befassen wird sich der Rat mit der Kalkulation der gesplitteten Abwassergebühr für das kommende Jahr samt dem Ausgleich der Unterdeckung aus dem Jahr 2016 und dem Überschuss aus 2017. Eine komplizierte Berechnung, allerdings mit einem erfreulichen Ergebnis: Bei den Gebührensätzen soll es für die Verbraucher keine Änderung geben.

Zustimmen soll der Rat einem Vorhaben der Gemeinde Neulußheim, dem Bebauungsplan „Zeppelinstraße West“.

Eröffnet wird die Sitzung mit einem Thema, das derzeit viele Menschen bewegt – der Zustand des Waldes. Eigentlich geht es bei dem Tagesordnungspunkt um die Frage, wie die Gemeinde ihren Wald künftig bewirtschaftet und das Holz vermarktet – selbst oder wie gewohnt mit Hilfe des Landes, wofür die Verwaltung plädiert.

Es geht aber auch um den Forstwirtschaftsplan 2020, sprich: um den Betriebsplan des Waldes, die Gewinn- und Verlustrechnung. Und dabei bleibt es nicht aus, dass über den Zustand des Waldes gesprochen wird, der alles andere als gut ist. Darüber werden die Vertreter des Forstamtes das Ratsgremium unterrichten.

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