Reilingen

Obst- und Gartenbauverein Bei der unterhaltsamen Familienfeier werden den Besuchern lustige Sketche dargeboten

Lachfalten für grüne Daumen

Reilingen.Die Familienfeier des Obst- und Gartenbauvereins hat sich längst fest im Terminkalender der Mitglieder verankert. Kein Wunder, dass die Mannherzhalle bis auf den letzen Platz gefüllt war und sogar Tische und Stühle kurzfristig aufgestellt werden mussten – keiner der Gartenfreunde möchte sich den bunten Abend entgehen lassen. „Wir möchten euch einen kurzweiligen und unterhaltsamen Abend bescheren“, begrüßte Vorsitzender Karl Bickle die zahlreichen Gäste.

Zur Unterhaltung schlüpften einige der Gartenfreunde an diesem Abend in verschiedene Rollen um mit Sketchen oder Gesangseinlagen für vergnügliche Stunden zu sorgen. Sabine Tremmel führte als Moderatorin in souveräner Manier mit launigen Worten durchs abwechslungsreiche Unterhaltungsprogramm.

Vera Strittmatter, Giesela Burger, Brigitte Kneis und Monika Kappes betraten als „Reilinger Tratschtanten“ die Bühne, von der jede eine Neuigkeit parat hatte, aber keine etwas Genaues wusste und wenn sie von der Obertratschtante etwas wissen wollten, antwortete die immer mit dem gleichen Satz – „ich täts ja wisse, aber mich frägt ja keiner“. Da die Harmonie im Gespräch nicht zu erzielen war, stimmten sie ein Lied an und mit „So ein Tag, so wunderschön wie heute“ sprang der Funken auf das Publikum über und es wurde mitgesungen und geschunkelt.

Mundartgesang mit Charly Weibel

Musikalisch ging es weiter, der Mundartsänger Charly Weibel war wie gewohnt ein Highlight. In den beiden Titeln „Was ich bis heut noch nicht gemacht hab (mach ewe blos was wichtig isch für dich) und dem zweiten Titel „Es gibt heut kaum noch e Ausstellung, sondern nur noch Vernissage“ fand sich jeder Zuschauer irgendwo selbst mit eigenen Begebenheiten wieder.

„Brisantes auf dem WC“ erlebte Karl Bickle als er das Örtchen in höchster Not erreichte, doch der Schock folgte, denn egal wo auch seine Blicke hinschweiften, es war kein Klopapier vorhanden. In seiner Not rief er verzweifelt nach Klopapier bis sich eine Stimme (Sabine Tremmel) meldete und eine Rolle Klopapier für 20 Euro anbot. Mit viel Verhandlungsgeschick konnte der Preis auf 10 Euro heruntergehandelt werden. Bei der Pokerrunde ums Toilettenpapier wurden die Lachmuskeln der Zuschauer ausgiebig strapaziert.

Die Ketsche (Vera Strittmatter), die Liesel (Brigitte Kneis) und die Hilde (Marianne Berger) trafen sich zum Kaffeeklatsch. Dabei stellt die Ketsche erregt fest, dass es einen Tag der Toleranz gäbe, der so unnötig sei wie ein Kropf.

Alle drei übten doch Toleranz bis zum Gehtnichtmehr. Dabei stellten sie schnell fest, wo ihre Toleranzgrenzen liegen. Die Ketsche glaubte, ihr Sohn sei auf dem CSD und damit sei der „christlich soziale Dach“ (Christopher Street day) gemeint, und die Liesel wollte auf keinen Fall tolerieren, dass ihre Tochter einen Saarländer heiratet.

Zwei vergnügliche Streithähne

Bei keiner Familienfeier dürfen die Streithähne Karl und Ketsche (Karl Bickle und Vera Strittmatter) fehlen. Beim Einmarsch stellte Karl fest. „dass er das Gekochte von Ketsche nur nach einem EKG genießen kann“. Karls EKG seien „ein Enzian, ein Kräuter- und ein Gwedschteschnaps“, erwiderte diese. Als Karl auf dem Weg zum Wirtshaus den Hosenladen nicht schließen wollte, kommentierte Ketsche sein Verhalten mit „nun ja, wenn der Vogel tot isch, dann kansch den Käfig offenlassen“.

Tolle Stimmung kam auf, als die „Straßenkehrer des OGV“ die Bühne betraten, hinter denen sich Vera Strittmatter, Sabine Tremmel, Marianne Berger, Monika Kappes, Gertrud Sattelberger und Giesela Burger versteckten. Mit dem Straßenkehrerlied besangen sie „Mir sind die Reilinger Straßenkehrer und kehre de Leit ihren Dreck“ und dabei besangen sie verschiedene Stellen in der Gemeinde, wo Dreck wegzukehren ist und sich der Einsatz der Feger lohnt.

Nochmals umrahmte Charly Weibel den Abend mit seinem neuen Mundartsong, der von einem echten Mann handelt, der unter anderem nur Schnaps trinkt, aber, meinte Weibel, „ich ich drink Ooja-Likör“. Als er das Lied vom „Gelariewesalot“ anstimmte war das Publikum spontan mit dabei und sang begeistert den Refrain mit.

Als der Vorsitzende seinen Dank an alle Mitgestalter aussprach, wurde er mit einem Lobeslied über sich überrascht, das von Toni Kellner und Charly Weibel geschrieben und gemeinsam mit den Akteuren vorgetragen wurde.

Der große OGV-Chor stimmte zum Schluss das Badener Lied an und mit dessen Klängen ging der Unterhaltungsteil der Familienfeier zu Ende. zg

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