Reilingen

MGV 1902 Bei Winterfeier in neuem Format langjährige Mitglieder geehrt / „Tratsch und Kaffeeklatsch“ beherrscht Unterhaltungsteil / Ensembles geben Kostproben

Leo Sturm singt seit 75 Jahren im Männerchor

Reilingen.Erstmals in einem neuen Format hat der Männergesangverein 1902 seine Winterfeier in der Fritz-Mannherz-Halle veranstaltet: Sie fand am Sonntagnachmittag mit Kaffee- und Kuchenbewirtung statt. Außergewöhnlich war auch die Würdigung der Verdienste von Leo Sturm: Er wurde für 80 Jahre Zugehörigkeit zum MGV, davon 75 aktive Jahre im Männerchor, ausgezeichnet.

Unter der Regie von Chorleiter Wolfram Sauer eröffnete der Männerchor mit dem klassischen Volkslied „Es löscht das Meer die Sonne aus“ den musikalischen Teil. Den zweiten Vortrag „Nun ade“ widmete der Männerchor eigens dem anwesenden Ehrenjubilar Leo Sturm.

Bereits mit 13 Jahren war Leo Sturm dem Verein beigetreten und ist auch im hohen Alter noch immer tatkräftig mit dabei, wenn der Verein zu einem Arbeitseinsatz ruft. MGV-Vorsitzender Dr. Spitzer würdigte dieses große Engagement in seiner Laudatio und hob die Besonderheit dieses Jubiläums hervor.

Gesang mit Choreografie begleitet

Anschließend erfreuten beide Chöre das Publikum mit den gemeinsam vorgetragenen Liedern „Dieser Tag soll voller Freude sein“ und „So lange man Träume noch leben kann“ mit seinem packenden Rhythmus. Die ChoryFeen begeisterten mit dem fröhlichen Stück „Hey das ist Musik für dich“, zu dem sie eine eindrucksvolle Choreografie darboten. Mit dem schwungvollen „Winter Wonderland“, dessen Refrain die Damen auch beim Abgang von der Bühne sangen, endete der offizielle Teil der Winterfeier.

Danach öffnete sich auf der Bühne der Vorhang zum Unterhaltungsteil, in dem diesmal – passend zum geänderten Veranstaltungstermin – „Tratsch und Kaffeeklatsch“ geboten wurde. Durch das Programm, das ausschließlich von MGV-Aktiven gestaltet wurde, führte Peter Geng in gewohnt souveräner Manier und mit launigen Worten.

Eröffnet wurde es mit einem amüsanten Sketch, in dem Bernhard Spitzer als knausriger Kunde die Bäckerei-Verkäuferin Vera Strittmatter fast an den Rand eines Nerven-Zusammenbruchs brachte.

Das gemischte Doppel-Sextett präsentierte die gefühlvolle Ballade „Weit, weit weg“ von Hubert von Goisern in einer in Reilinger Dialekt übersetzten und harmonisch vorgetragenen A-cappella-Version. Mit einem Ausflug ins klassische Kulturgut amüsierte Carolin Geng die Besucher, als sie Schillers „Glocke“ buchstäblich „anschaulich“ vortrug.

Danach gab es einen witzigen Familien-Diskurs beim Mittagessen zwischen Vera Strittmatter als Mutter, Karl Bickle als Vater und Lena Kühnle als der vorwitzige Sohnemann der Familie, bei dem jede ausgesprochene Unwahrheit durch heftigen Blitz und Donner „kommentiert“ wurde. Moderator Peter Geng hatte einen „Taubstummen-Stammtisch“ zu bewirten, bei dem ihm die Deutung der heftig gestikulierenden Gäste nicht leicht fiel.

An ihrem Lieblings-Treffpunkt, nämlich auf dem Friedhof als „Zentrum der Kommunikation“ ließen sich Vera Strittmatter, Heidi Schmeckenbecher, Evelin Kühnle, Elisabeth Böhnke und Christa Grosse alias die „Trauerschnallen“ vom MGV ausgiebig über ihre verstorbenen Ehemänner und über die Männer im Allgemeinen aus und erheiterten mit ihrem „Tratsch“ das Publikum.

Den musikalisch gekonnten ‚Abschluss des Unterhaltungsprogramms gestaltete noch einmal das gemischte Doppel-Sextett. Damit ging ein abwechslungsreiches und amüsantes Unterhaltungsprogramm zu Ende, dessen Vorbereitung in den bewährten Händen von Vera Strittmatter lag. Das Finale bildete die große Tombola. sa/tm

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