Reilingen

Gemeindefreundschaft Dornstetten präsentiert sich den Reilingern bei Zug der schwäbisch-alemannischen Fasnet als Narrenhochburg / Gnade für Minister Hermann

Mit „Ahoi“ immer wieder für Aufsehen gesorgt

Archivartikel

Reilingen/Dornstetten.Viele tausend Zuschauer säumten den Straßenrand in Dornstetten, um einen prächtigen närrischen Zug der schwäbisch-alemannischen Fasnet zu erleben. Auch eine Gruppe Reilinger hatte sich auf den Weg gemacht, um bei herrlichstem Sonnenschein die befreundete Schwarzwaldgemeinde Dornstetten zu besuchen und den Umzug mit dem 23. Dornstettener Narrengericht zu erleben.

Vor dem beeindruckenden Narrenzug wurden die Reilinger, angeführt von Bürgermeister Stefan Weisbrod und der Kultur- und Sportvorsitzenden Sabine Petzold, herzlich vom Dornstettener Bürgermeister Bernhard Haas in der Stadtsporthalle beim Empfang der Zunftmeister durch die Dornstetter Drillerhansele begrüßt.

Mehr als 2300 Hästräger in über 71 Gruppen wurden erwartet. Angeführt wurde der närrische Zug von der Stadtkapelle Dornstetten, gefolgt von den Organisatoren der Veranstaltung, den beiden Dornstetter Narrenvereinen Drillerhansele und den Schnogaklopfern. Vor der Stadthalle begrüßte die blendend aufgelegte Andrea Stahl nicht nur jede Gruppierung auf der Straße, sondern auch die närrisch kostümierten Reilinger, die zur Freude der anderen Besucher mit ihrem „Ahoi“ immer wieder für Aufmerksamkeit sorgten.

Enzinger mit fast 280 Teilnehmern

Mehrere tausend Hästräger, Hexen, Teufel und Geister, aber auch Gardemädchen und Mönche zogen über drei Stunden lang durch die vollen Straßen. Besonders bemerkenswert: Die „Enziger Narrenzunft“ war mit nahezu unfassbaren 278 Teilnehmer die größte Gruppe im Zug und bot schon in sich ein faszinierendes Bild.

Am Ende des Zuges wurde Verkehrsminister Winfrid Hermann im Narrenzug mitgezerrt. Am Wegesrand wurde er mit „Schurke – vors Gericht“ schon auf die Verhandlung auf dem Marktplatz eingestimmt. Er wehrte sich tapfer und stellte sich der hohen Gerichtsbarkeit. Die war ihm aber wohlgesonnen und nach Abwägung aller Aussagen, ließ man „Gnade vor Recht“ ergehen, und er durfte des Weges ziehen. Die Reilinger Narren traten nach dem überwältigenden Eindruck den Rückweg an. Die Freude ist schon jetzt groß, die Dornstetter Drillerhansele 2020 beim „Närrischen Nachtumzug“ in Reilingen begrüßen zu dürfen. zg

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