Reilingen

Turnerbund Germania Durch symbolischem Spatenstich grundlegende Modernisierung und Erweiterung auf den Weg gebracht

Mit dem Vereinsheim 4.0 in die Zukunft

Archivartikel

Reilingen.Die monatelangen Planungen und aufreibenden Verhandlungen haben sich ausgezahlt. Mit einem Spatenstich auf dem Sportgelände konnte der Turnerbund am Freitagnachmittag eine Generalsanierung seines Vereinsheims in Gang setzen, das zudem um eine Geschäftsstelle mit Archiv erweitert wird. Schon am Montag rücken die Bagger der Firma Lützel Bau an. Bis zum Frühjahr soll das auf rund 325 000 Euro veranschlagte Bauprojekt eingeweiht werden können.

Dem Vorsitzenden des Turnerbundes Germania 1890, Georg Salzer, stand der Stolz über den Beginn der Baumaßnahme förmlich ins Gesicht geschrieben. Zu diesem feierlichen Anlass hieß er einige namhafte Gäste willkommen. Darunter Bürgermeister Stefan Weisbrod mit Gemeinderat, Sandra Malissa und Andre Donner von der Vereinigten VR Bank Kur- und Rheinpfalz eG, sowie Barbara Vogel als Vertreterin der Sparkasse Heidelberg. Auch die TBG-Ehrenvorstandsmitglieder Karl Keller und Dieter Hopf waren der Einladung gefolgt.

Anfänge in den 1950er Jahren

„Wir beginnen hier und heute damit, unsere Begegnungsstätte auf den neuesten Stand, quasi einem ,Vereinsheim 4.0‘ zu bringen“, kündigte Georg Salzer an. Die Anfänge des „TBG-Häusel“ lägen nahezu sieben Jahrzehnte zurück. In vielen Arbeitsstunden hätten die Vereinsmitglieder im Jahr 1952 in Eigenleistung einen Umkleide- und Geräteraum errichtet. Dem folgte im Jahr 1966 ein Anbau mit damals zeitgerechten Dusch- und Toilettenräumen. Ein Jugendraum schloss sich 1977 in einem dritten Abschnitt an. Nach 43 Jahren sei es an der Zeit, einen grundlegenden, an den veränderten Bedürfnissen orientierten „Relaunch“ vorzunehmen.

Bis Dezember witterungsfest

„Unser Ziel ist es, bis Dezember das Gebäude witterungsfest zu schließen und einen Bauabschluss bis April zu erreichen“, zeigte Salzer den Zeitplan auf. Für die Planung sei Diplomingenieur (FH) Markus Lützel verantwortlich, der zugleich als Bauleiter fungiere. Dabei werde er von Vorstandsmitglied Klaus Benetti unterstützt, der als Diplomingenieur und Projektleiter seine berufliche Qualifikation einbringen kann.

„Mit Bauende werden wir über eine tolle Einrichtung verfügen, mit der wir die Randbedingungen für den Breiten- und Leistungssport deutlich verbessern können“, stellte der Vereinsvorsitzende fest. Sein Dank galt allen, die das Bauprojekt unterstützt und durch ihr Zutun ermöglicht haben. „Ohne die Zuwendungen von Gemeinde, Badischem Sportbund, Banken und Sparkasse, aber auch so mancher großzügiger privater Spende, wäre das Vorhaben nicht möglich gewesen“, betonte Salzer unter dem anerkennenden Beifall der Gäste. Dem lange ersehnten Vorhaben wünschte er einen guten Verlauf und allen Beteiligten viel Durchstehvermögen bei der Bewältigung künftiger Herausforderungen.

Kraftvoller Finanzierungsanteil

Gemeinsam mit dem Turnerbund freute sich Bürgermeister Stefan Weisbrod über den bevorstehenden Baustart. Damit sorge der mitgliederstärkste Reilinger Verein dafür, dass eine historisch gewachsene Einrichtung in eindrucksvoller Art und Weise zukunftsfähig werde. Die Gemeinde unterstütze das Vorhaben mit einem kraftvollen Finanzierungsanteil.

Der Gemeinderat habe ein großes, weites Herz für den Verein gezeigt und zu dem ursprünglich zugesagten Grundstock von 100 000 Euro noch einen Nachschlag von weiteren 50 000 Euro bewilligt. „Sie haben großes Glück“, bescheinigte Bürgermeister Weisbrod den Verantwortlichen des Turnerbundes. „Denn angesichts der von Corona geplünderten Kassen könnten wir heute einen solchen Zuschuss nicht mehr übernehmen.“

Dann war es soweit. Alles, was Rang und Namen hatte, griff zu einem Spaten, um der bedeutenden Stunde seinen persönlichen Stempel aufzudrücken. Ein kleiner Umtrunk bot abschließend Gelegenheit, auf das Zukunftsprojekt anzustoßen. jd

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