Reilingen

Landtagswahl CDU-Kandidat Andreas Sturm besucht das Unternehmen Schaumaplast / Politik soll Rahmenbedingungen für effektiven Klimaschutz schaffen

„Mit ihren Produkten werden Leben gerettet“

Archivartikel

Reilingen.Zur seiner Zeit als Fußballschiedsrichter war dem CDU-Landtagskandidaten Andreas Sturm die Firma Schaumaplast vor allem als Namenssponsor für den Reilinger Fußballplatz bekannt. Dass das Unternehmen mit seinen Spezialprodukten auch Leben rettet, erfuhr er jetzt bei seinem Unternehmensbesuch, wie es in einer Pressemitteilung des Kandidaten heißt.

Geschäftsführer Bernhard Hauck gab zusammen mit Standortleiter Thomas Plautz und Betriebsleiter Thorsten Völlmer einen Überblick über die zahlreichen Produkte des Reilinger Familienunternehmens, welches an sieben Standorten in Deutschland, Polen und den USA hochwertige Partikelschaumprodukte herstellt. Im Pharmaziebereich stellt Schaumaplast Kühlverpackungen für Medikamente und Wirkstoffe her, mit denen sich temperaturempfindliche Produkte, wie beispielsweise der zukünftige Corona-Impfstoff, bis zu fünf Tage sicher transportieren lassen, wenn erforderlich auch unter minus 70 Grad.

Anfang Juni berichtete die Schwetzinger Zeitung, wie Schaumaplast in einem Notfall eine Thermoverpackung für ein dringend benötigtes Medikament bereitstellte, welches für eine 23-jährige Frau aus Deutschland nach Neuseeland geliefert wurde. Durch die Spezialakkus funktionierte das Kühlsystem von Schaumaplast selbst noch nach acht Tagen – nachdem das Medikament zusätzlich im Zoll aufgehalten wurde.

Für die Automobilindustrie produziert Schaumaplast unter anderem lebensrettende Formteile für den Seitenaufprallschutz. Die leichten aber gleichzeitig sehr stabilen Schaumstoffe leisten auch einen wichtigen Beitrag zur E-Mobilität, da moderne Autos trotz höherer Sicherheitsstandards immer leichter werden müssen.

Als weltweit einziger Verarbeiter bietet Schaumaplast EPS-Formteile aus Biomassenbilanz-Styropor an. Fossile Rohstoffe werden hierbei durch nachwachsende ersetzt. So kann der CO2-Fußabdruck im Vergleich um 75 Prozent reduziert werden.

Styropor ist besser als sein Ruf

Das teils schlechte Image von Styropor liegt laut Geschäftsführer Bernhard Hauck daran, dass die Vielseitigkeit und die lebensrettenden Produkte der breiten Öffentlichkeit häufig verborgen bleiben. Dazu gehört auch der Fakt, dass Styropor zu 100 Prozent recycelbar ist, es aber noch keine flächendeckende Recyclinginfrastruktur gebe. Schaumaplast kooperiert selbst mit Wertstoffhöfen und verwertet die Schaumstoffe wieder. Von der Politik erwarte Hauck Fairness und Chancengleichheit. Er spielte damit auf die CO2-Besteuerung an: Während große Firmen am Emissionshandel teilnehmen und Einsparungen an anderer Stelle geltend machen können, seien mittelständische Familienunternehmen wie Schaumaplast aber zu klein, um die gleichen Möglichkeiten wie große Firmen zu bekommen.

Arbeitsplätze erhalten

Für Andreas Sturm sei Schaumaplast ein Hidden Champion, ein Unternehmen mit großartigen Entwicklungen auf verschiedenen Gebieten, man dürfe aber nicht zulassen, dass das Familienunternehmen durch eine unfaire Behandlung eine unverhältnismäßige Last zu tragen habe.

Es geht dem Landtagskandidaten Sturm darum, Firmen zum Klimaschutz zu verpflichten und wenn dies, wie bei Schaumaplast vorbildlich geschehe, diesen Vorgang von Seiten der Politik mit entsprechenden Rahmenbedingungen so zu unterstützen, dass Arbeitsplätze vor Ort erhalten werden können. zg

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