Reilingen

Friedrich-von-Schiller-Schule Kooperation mit den drei beruflichen Bildungseinrichtungen im Rhein-Neckar-Kreis / Schüler profitieren vom größeren Angebot

Netzwerk für Weg in Ausbildung gestärkt

Archivartikel

Reilingen.Die Gemeinschaftsschule in Baden-Württemberg ist eine Schule für alle. Sie versteht sich als Einrichtung des längeren gemeinsamen Lernens und ist offen für alle Jugendlichen. Da nicht jede Gemeinschaftsschule eine eigene Sekundarstufe II einrichten kann, ist es wichtig, den jungen Menschen und ihren Eltern bereits frühzeitig mögliche Wege zum Abitur aufzuzeigen. Dies erfolgt in Reilingen jetzt in Kooperation mit den beruflichen Schulen des Rhein-Neckar-Kreises in Wiesloch.

Die Friedrich-von-Schiller-Schule hat im Juli – wie fünf weitere Stätten ihrer Art auch – eine Kooperation mit den drei beruflichen Schulen des Rhein-Neckar-Kreises abgeschlossen. Durch die Kooperation wird eine gezielte individuelle Wahlentscheidung der Schüler ermöglicht, was den Übergang aus der Sekundarstufe I in eine Ausbildung betrifft oder den Weg bis zum Abitur aufzeigt.

Die drei Einrichtungen des Berufsschulzentrums unterzeichneten bei einer Feierstunde einen Kooperationsvertrag mit sechs Gemeinschaftslernstätten des südlichen Rhein-Neckar-Kreises. Reilingen wurde dabei durch Rektor Falk Freise und Bürgermeister Stefan Weisbrod vertreten.

Teil der Kooperation sind neben der Friedrich-von-Schiller-Schule die Leimbachtalschule Dielheim, die Geschwister-Scholl-Schule St. Ilgen, die Kraichgau-Schule Mühlhausen, die Parkring-Schule St. Leon-Rot und die Gerbersruh-Schule Wiesloch mit insgesamt 1500 Schülern in den Sekundarstufen. Für die Schüler bietet die Kooperation unter anderem Schnuppertage, die Infoveranstaltung „Lange Nacht der weiterführenden Schulen“ Ende Januar im Berufsschulzentrum sowie Schullaufbahnberatungen und Informationsveranstaltungen für Schüler und Eltern.

In den drei Kreisschulen (Johann-Philipp-Bronner-Schule – kaufmännisch, Hubert-Sternberg-Schule – gewerblich-technisch, Louise-Otto-Peters-Schule – sozial-pflegerisch) werden auf rund 20 000 Quadratmetern Fläche aktuell rund 2700 Schüler von rund 260 Lehrern betreut. Die drei Schulen ermöglichen sechs verschiedene Bildungsabschlüsse und kooperieren miteinander in den Fremdsprachen-, Fitness- und naturwissenschaftlichen Angeboten. Neben einer Vielzahl von Klassenzimmern stehen den Lernenden 45 Praxisräume und 24 Computerräume für den Anschauungsunterricht zur Verfügung.

Alternative zur Sekundarstufe

Dabei bieten die beruflichen Schulen bereits mit dem Angebot „Vorbereitung Arbeit und Beruf“ (VAB) oder „Vorbereitung Arbeit und Beruf ohne Deutschkenntnisse“ (VABO) Möglichkeiten für Schüler, die sich in der Sekundarstufe schwertun. Anknüpfend an das Mittel- oder das Erweiterungsniveau (Realschulabschluss) besteht an einem ein- oder zweijährigen Berufskolleg in Voll- oder Teilzeitbeschulung die Möglichkeit, die Fachhochschulreife zu erlangen.

Zudem können die Jugendlichen und jungen Erwachsenen an einem der drei beruflichen Gymnasien (WG, TG oder SG) in drei Jahren das Abitur erreichen. Außerdem besteht die Option, in einer Berufsschule der drei Schulen eine duale Ausbildung zu absolvieren. zg

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