Reilingen

Gemeinderat tagt Haushaltsplan soll verabschiedet werden / Übergangslösung bei Betreuung

Provisorium nimmt Gestalt an

Reilingen.Die Verabschiedung des Haushaltes steht im Mittelpunkt der Ratssitzung am Montag. Nachdem der Plan im Februar durch den Bürgermeister eingebracht worden war, ihn vor einer Woche die Fraktionen in einer außerordentlichen Sitzung diskutierten, kann er nun auf den Weg gebracht werden.

Einen großen Brocken bei den Kosten nimmt die Kinderbetreuung ein. Denn, wie der Kämmerer in seinen Anmerkungen betont, die Kosten hierfür „sind regelrecht explodiert“. In diesem Jahr wird der Zuschuss der Gemeinde bei rund 2,9 Millionen Euro liegen, gegenüber dem Vorjahr eine Steigerung von gut 30 Prozent oder 650 000 Euro.

Auch die Personalkosten befinden sich in einem stetigen Aufwärtstrend, gegenüber dem Vorjahr ist eine halbe Million Euro mehr eingestellt, ein Plus von gut 14 Prozent. Die Personalausgaben liegen somit bei knapp über vier Millionen Euro, was einem Anteil an den Gesamtausgaben von rund 22 Prozent entspricht. Mit ein Grund für den Anstieg – die gestiegenen Personalkosten im Bereich der Kinderbetreuung.

Zum Glück für die Gemeinde sprudeln die Einnahmen. So sind die Erträge aus der Gewerbesteuer auf rund 2,4 Millionen Euro geschätzt, im Vorjahr lag der Ansatz noch bei 1,7 Millionen Euro. Auch der Anteil der Gemeinde an der Einkommenssteuer soll kräftig klettern, von 4,7 Millionen Euro soll er auf über fünf Millionen Euro ansteigen. Mehr erhofft sich die Gemeinde auch von den sonstigen Zuweisungen, so dass die Einnamenseite bei den Finanzausgleichsumlagen von 11,6 Millionen Euro auf 13, 6 Millionen Euro klettert. Da im Gegenzug die Umlagen nur um rund eine Million Euro ansteigen, von fünf auf rund sechs Millionen Euro, bleiben unterm Strich 7,6 Millionen Euro in der Kasse. Im Vorjahr lag der Ansatz noch bei 6,5 Millionen Euro.

Der Gesamtergebnishaushalt, rund 18.3 Millionen Euro ordentliche Erträge und 18,6 Millionen Euro ordentliche Aufwendungen, schließt nach den Planzahlen mit einem negativen ordentlichen Ergebnis von 290 000 Euro. Stellt man dem die außerordentlichen Ergebnisse von 77 000 Euro gegenüber, verringert sich das Defizit auf rund 213 000 Euro. Insgesamt wird sich der Zahlungsmittelbestand der Gemeinde im laufenden Jahr um rund vier Millionen Euro verringern, doch ist keine Kreditaufnahme geplant.

Höherer Zuschuss für Lutherhaus

Nach der Verabschiedung des Haushaltes geht es mit Zahlen weiter, der Rat soll über eine Erhöhung des Zuschusses für den Bau des Martin-Luther-Hauses an die evangelische Kirchengemeinde entscheiden.

Die Kosten für das Gemeindehaus, geplant waren rund 1,5 Millionen Euro, werden sich nach dem jetzigen Stand um 117 000 Euro erhöhen. Da die katholische Kirchengemeinde für den Bau des Wendelinushauses einen Zuschuss von 175 000 Euro erhielt, schlägt die Gemeinde für die evangelische Kirchengemeinde den gleichen Betrag vor und damit die Erhöhung des Zuschusses von 150 000 Euro um die entsprechende Summe.

Weiter in der Tagesordnung geht es mit dem Thema Kinderbetreuung. Nachdem der Rat im Februar beschlossen hatte, auf dem Grundstück neben dem „Haus der kleinen Hausen“ eine Übergangslösung in Form von modularen Einheiten zu schaffen, sprich eine Containerlösung in zweigeschossiger Weise, hat der Rat nun über die Vergabe der Arbeiten zu entscheiden.

Mitteilungen, Anfragen und Bekanntgaben schließen den öffentlichen Teil der Sitzung ab, zu dem die Bevölkerung eingeladen ist.

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