Reilingen

Betreuung In Baden-Württemberg werden die Kindertagesstätten bis Ende Juni wieder geöffnet

Regelbetrieb ohne Abstände

Archivartikel

Reilingen.Wenn Kitas in Baden-Württemberg bis Ende Juni wieder vollständig öffnen, werden dort die als Vorsichtsmaßnahme verhängten Abstandsgebote wegen des Coronavirus wegfallen. Ein Regelbetrieb kann nur ohne Abstandsgebote gehen, so das Kultusministerium. Deshalb hatte das Land eine Studie an den Unikliniken zum Thema Kinder und Coronavirus in Auftrag gegeben, heißt es in einer Pressemitteilung der Gemeindeverwaltung.

Bereits seit April konnten die Beschränkungen in den Kindertageseinrichtungen schrittweise gelockert werden. Da die Neuinfektionen in Baden-Württemberg immer geringer werden und sich das Infektionsgeschehen auf einem niedrigen Niveau stabilisiert hat, ist eine umfassende Öffnung der Kindertageseinrichtungen endlich verantwortbar.

Dies hat auch die beauftragte Studie der Landesregierung unter Federführung des Universitätsklinikums Heidelberg ergeben. Kinder unter zehn Jahren erkranken deutlich seltener und weisen dann meist mildere Verläufe mit wenigen oder gar keinen Symptomen auf. Daher hat die Landesregierung den Regelbetrieb der Kindertageseinrichtungen unter Pandemiebedingungen ab Montag, 29. Juni, beschlossen. Oberste Priorität bei der Öffnung hat weiterhin der Schutz der Gesundheit.

Gesundheitsschutz hat Priorität

Aus diesem Grund dürfen ausschließlich gesunde Kinder ohne Erkältungsanzeichen, die ein Hinweis auf eine SARS-CoV-2-Erkrankung sein könnten, betreut werden. Ebenso müssen das Personal, die Eltern, oder andere Personen, die das Kind zur Kinderbetreuung bringen, sowie sämtliche Mitglieder des Hausstandes der Kinder gesund sein.

Um verhindern zu können, dass die Infektionszahlen wieder ansteigen, erfordert das Konzept zwingend Solidarität, Achtsamkeit und aktive Mitwirkung aller Beteiligten. Ein Anstieg der Neuerkrankungen hätte zur Folge, dass die entsprechende Kindergruppe oder schlimmstenfalls die Einrichtung wieder geschlossen werden müsste und die Kinder, deren Eltern sowie das beteiligte Personal in eine 14-tägige Quarantäne müssten.

Häufige Symptome einer Covid-19-Erkrankung sind Störungen des Geruchs- und Geschmacksinns, Fieber, Husten oder Halsweh.

Die Durchsetzung von Abstandsregeln bei Kindern in Kindertageseinrichtungen ist nicht oder nur sehr bedingt möglich. Daher werden diese durch eine möglichst stabile und konstante Zusammensetzung der Gruppe mit den jeweiligen pädagogischen Fachkräften und Zusatzkräften ersetzt. Erwachsene untereinander sollen die Abstandsregel von 1,5 Meter weiterhin einhalten, sofern sie nicht einem gemeinsamen Haushalt angehören.

Neuaufnahmen sind möglich

Im Regelfall besuchen die Kinder die Gruppe, die sie vor Schließung der Kindertageseinrichtung besucht haben. Neuaufnahmen von Kindern und deren Eingewöhnung können wieder erfolgen.

Mit Beginn des Regelbetriebs unter Pandemiebedingungen ab Montag, 29. Juni, sowie zu Beginn des neuen Kindergartenjahres 2020/2021 haben die Eltern und alle Beschäftigten eine entsprechende schriftliche Erklärung über den Gesundheitszustand abzugeben, die dokumentiert wird. Eltern und Mitarbeiter werden zu gegebener Zeit darüber informiert.

Eltern eines Kindes, das aufgrund einer relevanten Vorerkrankung zu einer Risikogruppe gehört, sind dafür verantwortlich, mit dem Kinderarzt zu klären, ob der Besuch einer Kindertageseinrichtung für ihr Kind gesundheitlich verantwortbar ist. Die Einrichtung kann eine entsprechende ärztliche Bescheinigung verlangen. zg

Das Wichtigste von heute
Newsticker Schwetzinger Zeitung
Newsticker Rhein-Neckar
Newsticker überregional