Reilingen

Kultur- und Sportgemeinschaft Hauptversammlung teilweise im Umlaufverfahren nachgeholt / In Corona-Zeiten neue Veranstaltungsformen erprobt

Reilinger sind beim Feiern mit Abstand die Besten

Reilingen.„In schwierigen Zeiten muss man auch mal neue Wege beschreiten, um handlungsfähig zu bleiben“, ist die Vorsitzende der Kultur- und Sportgemeinschaft (KuSG), Sabine Petzold, überzeugt. Aus diesem Grund wurde ein Teil der ausgefallenen Hauptversammlung im Umlaufverfahren abgearbeitet.

Da in diesem Jahr keine Neuwahl des Vorstandes möglich war, hat sich der KuSG-Gesamtvorstand bereiterklärt, bis zur nächsten Generalversammlung im Amt zu bleiben. Auch die notwendige Legitimation, den geschäftsführenden Vorstand mit der Weiterführung der Geschäfte zu beauftragen, machte dieses schriftliche Verfahren notwendig.

Manuel Vögele und Florian Schaffer haben im Oktober die vorschriftsmäßige Kassenprüfung des positiven Zahlenwerks durchgeführt. Kassierer Bernd Biedermann wurde eine ordnungsgemäße einwandfreie Buchführung bestätigt, die Entlastung wurde schriftlich bekundet.

In einer Mitgliederinformation dankte Sabine Petzold Anfang November allen Beteiligten im KuSG-Vorstand und den Vereinsvorständen für ihre besondere Leistung und Solidarität. „Ich habe den größten Respekt vor den Frauen und Männern, vor allen den Vereinsvertretern, die in vorderster Front während der Corona-Pandemie Verantwortung übernehmen und oftmals auch unbequeme Tatsachen und Entscheidungen in ihren Vereinen vermitteln und alles für eine konsequente Umsetzung zu tun.“ Bewährt habe sich in diesem Jahr ganz besonders die enge Zusammenarbeit zwischen Rathaus und der KuSG. Dabei gehe es nicht nur um öffentliche Veranstaltungen der Dorfgemeinschaft, die erfolgreich gemeinsam veranstaltet werden. Vonseiten der Gemeinde seien schnellstmöglich neue Trainings- oder Übungsräumlichkeiten angeboten, finanzielle Probleme aufgegriffen worden und vieles mehr.

Einschnitt nach dem Nachtumzug

Daher gelte den Rathausmitarbeitern Hauptamtsleiter Wolfgang Müller, Event-Manager Uwe Schuppel, Ordnungsamtsleiter Allen Baothavixay und an der Spitze Bürgermeister Stefan Weisbrod der Dank der Vereine. Aber auch viele andere Personen aus der Verwaltung, dem Bauhof oder aus den Vereinen hätten zum gemeinsamen Erfolg beigetragen, betont Petzold.

Schon fast in Vergessenheit geraten sei der 24. Januar gefeierte dritte närrische Nachtumzug mit über zehntausend fröhlichen Besuchern. „Da war von einer Corona-Pandemie noch keine Rede“, so die Vorsitzende. Danach konnten sich die Mitgliedsvereine der KuSG erst im August wieder treffen.

Neue Formate oder Abläufe unter den gegeben Hygienekonzepten sollten das weitere Vereinsleben erst einmal bestimmen. Ein Vorschlag des Vorstandes sei inzwischen hervorragend umgesetzt worden: Vereine produzieren erfolgreich „Essen to go“. Ebenso erfreulich habe sich der „Tag der Dorfgemeinschaft“ gestaltet, der vorher mit sehr viel Skepsis betrachtet worden sei.

Mit einem sehr guten Konzept mit Hilfe des Rathauses sei an alles gedacht worden, sodass man diesen Tag auf sicherer Seite durchziehen konnte.

Jedoch entfalle der auch überregional beliebte Adventsmarkt rund ums Reilinger Rathaus. Mit ein wenig Hoffnung schauen die Organisatoren der KuSG und der Gemeinde sowie die Künstler auf den 20. Dezember. An diesem Sonntag sollen, wenn möglich, zwei kleine Weihnachtskonzerte, 15 und 18.30 Uhr, für ein überschaubares Publikum angeboten werden.

Weihnachtskonzert geplant

Optimistisch möchte die KuSG schon jetzt auf einige Veranstaltungen im kommenden Jahr hinweisen. Das Event-Management im Rathaus habe feststehende Termine in einen Kultur- und Sportkalender zusammengefügt. Vorausschauend habe man in den Vereinen nach Möglichkeiten geschaut, wie man mit neuen Konzepten Veranstaltungen durchziehen könne. Dieser Blick sei zwingend notwendig, damit die Vereine nicht für das neue Jahr schon von vornherein die Hoffnung aufgeben würden. wm

Das Wichtigste von heute
Newsticker Schwetzinger Zeitung
Newsticker Rhein-Neckar
Newsticker überregional