Reilingen

Gemeinderat Eine Haltestelle in der Hockenheimer Straße dauert länger / Caroline Hoffmann (Grüne) berichtet über totgemähte Kitze / Geschwindigkeit oft überschritten

Rollrasen kommt nicht bei allen Bürgern gut an

Reilingen.Verschiedene Themen im Bereich Straßenverkehr, Landwirtschaft, Biodiversität und Artenvielfalt trieben die Gemeinderäte in ihren Anfragen in der jüngsten Gemeinderatssitzung um.

Sabine Petzold (FW) merkte an, dass die Haltestelle in der Hockenheimer Straße noch weit von der Fertigstellung entfernt sei. „Es ist schön, dass man wieder durchfahren kann“, sagte sie, aber kritisierte, dass die Haltestelle nicht zur gleichen Zeit fertiggestellt wurde. Bauamtsleiterin Ramona Drexler erklärte, dass für die rund drei Wochen, in denen nun die Pflasterarbeiten erfolgen, eine Ersatzhaltestelle an der Alten Synagoge aufgebaut werde. Die anderen drei Haltestellen sind bereits fertig.

„Das Ordnungsamt weist die Fahrzeughalter auf ihre Vergehen hin“, sagte Anette Schweiger (CDU) und zeigte einen entsprechenden Zettel. Auf diesem stehe unter anderem: „Auf dem Gehweg mit weniger als 100 Zentimeter Durchgangsbreite“. So werde man auf die Situation hingewiesen. Schweiger erklärte: „Wenn ich von der Hauswand bis zum Baum messe, sind es 80 Zentimeter. Wie passt denn dann der Zettel?“ Vor allem in der Mozartstraße werde dieser Zettel verteilt. So sieht Schweiger auch Probleme in Sachen Hockenheimer Straße auf die Gemeinde zukommen. „Der Gehweg ist schon sehr eng bemessen“, merkte sie kritisch an, dass sie noch Zweifel habe.

Die Hallennutzung für Sportler steht im Fokus der Anfrage von Gemeinderätin Agnés Thuault-Pfahler (CDU). Allerdings sei es so, dass einige noch nicht trainieren können. Für die Ringer sei das Problem, dass sie nur einen kleinen Raum zur Verfügung haben. „Gibt es da eine Möglichkeit für Luft“, fragte sie an. Bürgermeister Stefan Weisbrod nahm die Anfrage auf, da die Verordnungen sehr streng sind. „Wie man da mit den Vereinen eventuell zurechtkommen könnte, werden wir ihnen dann mitteilen“, so Weisbrod.

Bischofsmützen überfahren

Auf die Bischofsmützen an der Kreuzbäckerei Speyerer Straße/Gartenstraße kam Anna-Lena Becker (Grüne) zu sprechen. „Da hätten wir den Parkplatz auch genauso gut pflastern können, weil die Bischofsmützen regelmäßig überfahren werden“, sagte sie, die die Strecke öfter befahre. Sie merkte an, dass möglicherweise ein großer Stein besser gewesen wäre. Weisbrod erklärte, dass mit zwei Bischofsmützen begonnen wurde und eine dritte nachträglich aufgebaut wurde. „Seitdem habe ich dort nichts mehr gesehen, aber nichts ist unmöglich“, sagte der Bürgermeister und nahm die Anfrage auf.

In den Reilinger Kisselwiesen entdeckten Spaziergänger ziemlich nah am Weg totgemähte Kitze, worüber sich in der Reilingen-Gruppe auf Facebook aufgeregt wurde, so Caroline Hoffmann (Grüne). „Ich kann von der Jägerschaft sagen, dass wir nicht informiert waren. Wenn Kitze nah am Weg abgelegt sind, gibt es bestimmt auch einige, die weiter entfernt abgelegt sind, die dann nicht von Spaziergängern gefunden werden, sodass die Dunkelziffer bestimmt höher ist“, sagte Hoffmann. Der Revierpächter habe mit dem Landwirt sprechen können, der versprach, dass er vorher Bescheid geben wolle – wenn gemäht wird. Ob es nicht im nächsten Jahr möglich sei, Anfang April einen Brief oder eine E-Mail an die Landwirte zu schicken, mit Bitte die Jäger zu informieren. Bürgermeister Weisbrod, nahm das Thema auf, merkte zudem an, dass man dazu viel sagen könne. „Es ist auch heute nicht ganz vermeidbar“, sagte er und erläuterte, dass ein Landwirt mit Drohne und Wärmebildkamera dieses Jahr sein Feld abflog.

Gullydeckel scheppert

Peter Künzler (FW) brachte Beschwerden von Anwohnern in der Hauptstraße ein, da in Höhe der Nummer 171 ein Gullydeckel auf der Straße „wohl ordentlich scheppert“. Dies sei vor allem beim Schwerlastverkehr ein Problem. Zudem beschweren sich Anwohner über die Geschwindigkeit in der Hauptstraße, in der sehr schnell gefahren werde. „Da ich dort auch wohne, kann ich das bestätigen“, sagte Künzler und hob auch die Haydnallee als Problemstraße hervor. Stefan Weisbrod erklärte, dass in häufiger Frequenz Präsenz im Geschwindigkeitsbereich gezeigt werden soll. So soll von den Blitzeranhängern häufiger Gebrauch gemacht werden.

Eine Radfahrerin, die den Rhein-Neckar-Kreis viel mit dem Rad befahre und auch den Kraichbachradweg kam auf Peter Schell (FDP) zu und merkte an, dass die Beschilderung dieses Weges in Reilingen nicht gut sei. Dass eine Ausschilderung gemacht worden sei, hob Weisbrod hervor. Ob Standorte da sind, die leitsystemverbesserungsfähig seien, könne man prüfen. „Ich gebe das ans Bauamt weiter“, so Bürgermeister Stefan Weisbrod.

Erfassung von Blühflächen

Abschließend merkte Peter Schell an, dass ihn viele Mitbürger auf den Rollrasen, der am Seniorenheim Am Feldrain verlegt wurde, ansprachen. Auch den Bürgermeister erreichten diesbezüglich Anfragen. „Wir wussten das aber im Vorfeld, dass das nicht den Anträgen, die in Richtung Bienenfreundlichkeit und Artenvielfalt gehen, entspricht“, sagte er. Am Seniorenheim sei es aber so, dass man dort in Kooperation mit dem Hausmeister lebe. So hat die Gemeinde erreicht, dass die Fläche vom Hausmeister mitgepflegt werde. „Dieser pflegt uns keine Blühwiese, die andere Anforderungen hat, als ein Rasen“, erklärte Weisbrod weiter. Zusätzlich mache die Gemeinde derzeit eine Erfassung der Flächen, die blühen. „So gibt es innerorts Flächen, die sich in Bezug auf die Biodiversität sehen lassen können.“ vas

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