Reilingen

Kerwe Geselliges Beisammensein beim Volksfest mit verkaufsoffenem Sonntag und Flohmarkt

Rummelplatz lockt Besucher

Archivartikel

Reilingen.Kerwefieber im Ort? Auf jeden Fall! Wenn in Reilingen etwas gefeiert wird, ist Jung und Alt mit dabei. Traditionen sind längst zur Selbstverständlichkeit geworden, Fröhlichkeit und Geselligkeit ziehen sich wie ein roter Faden durch die Kerwetage und beherrschten damit natürlich auch das Wochenende.

Kerwe, dieses dörfliche Fest berührt doch alle. Die Familie trifft sich, die Freunde sind unterwegs, man läuft sich über den Weg. Und die im Grunde genommen ebenso lapidare wie aber auch zutreffende Feststellung „Seid Ihr aa do“ drückt zum einen die Freude des Wiedersehens aus, zum anderen erweist sich die Kerwe als verlängertes Wochenende, an dem „alle“ unterwegs sind. Wie in den meisten Städten und Gemeinden ist der Kerwesonntag auch ein Einkaufstag – ein verkaufsoffener Sonntag. Dieser konzentrierte sich vor allem auf das Einrichtungshaus am Ende der Hauptstraße.

Himalaya-Bahn dreht Runden

Reges Treiben herrschte am Sonntagnachmittag in der Mannherz-Halle. Dort hatte der „Kindertreff“ zu einem großen Flohmarkt eingeladen, das Angebot war breit gefächert und vielseitig, es ging weniger um „sehen und gesehen werden“, sondern um kaufen und verkaufen. Dazu war ein ideales Forum geschaffen. Das „Herz“ des Kerwefestes bleibt natürlich der Rummelplatz, der Platz neben den Mannherz-Hallen. Dort „spielte auch gestern die Musik“ – im wahrsten Sinne des Wortes. Da drehte die Himalaya-Bahn ihre halsbrecherischen Runden, ein Muss für viele Adrenalinjunkies.

So ein Rummelplatz hat nicht nur traditionelle Anziehungskraft, sondern lässt auch Traditionen immer weiterleben, fast genau wie früher, nur eben „technisiert“. Früher hieß es „Hau den Lukas“, heute heißt es „Test your Strength“ und der damalige „Lukas“ ist heute ein leicht furchterregender elekrifizierter Mann mit aufblitzenden blauen Augen. Was geblieben ist: Man muss möglichst fest draufhauen.

Schießbuden dürfen nicht fehlen, das gute alte Dosenwerfen ist ebenso beliebt wie „Smily Games“, ein Stand, an dem man mit Wurfgeschick bunte Luftballons „abknallen“ kann. Und natürlich darf die Zuckerwatte nicht fehlen, die gebrannten Mandeln und was es noch an Leckereien gibt – Hauptsache das Kerwegeld reicht. Das ist wohl die wichtigste Tradition, die Kinder und Jugendliche fest in ihrem „Kerwe-Etat“ haben. Der Bedeutung des Kerwegeldes konnten Veränderungen nichts anhaben, früher D-Mark, heute Euro. Kerwegeld gehört zur Kerwe wie die Kerwe zum geselligen Gesamtverlauf des Jahres. ba

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