Reilingen

Eichenprozessionsspinner Die Raupen werden bekämpft

Schutz vor Allergien

Reilingen.Der Kampf gegen die Raupen des Eichenprozessionsspinners ist im wahrsten Sinne des Wortes ein haariges Geschäft. Die Raupe des Eichenprozessionsspinners ist ein Schädling und durchlebt insgesamt sechs Raupenstadien. Ab dem dritten Raupenstadium bilden sich toxische Brennhaare aus. Diese Brennhaare lösen bei Kontakt mit der Haut oder mit Schleimhäuten gefährliche Reizungen und Allergien aus. Davon sind meistens Kinder betroffen, die zum Beispiel die Raupen aufheben. Deshalb wird jährlich vor der Ausbildung der gefährlichen Brennhaare die Bekämpfung des Eichenprozessionsspinners in der Nähe von Siedlungen und Erholungseinrichtungen durchgeführt.

Erneut wurde die Reilinger Fachfirma Schädlingsbekämpfung Zuber von der Gemeinde damit beauftragt, an verschiedenen, exponierten Stellen im Gemarkungsbereich den Eichenprozessionsspinner zu be-kämpfen. Insbesondere der Waldfestplatz am Heidelberger Weg, das Umfeld des SC 08 Sportplatzes, die Grünanlagen der Haydnallee und das Vereinsgelände der Flying Arrows waren betroffen.

Befall hat wohl zugenommen

„Wenn die Nester sich noch oben in der Baumkrone befinden, müssen wir die Raupen dort mit einem ökologischen Biozid besprühen“, berichtet Schädlingsbekämpfer Rolf Zuber. Egal, ob oben im Baum oder unten am Stamm, von den Eichenprozessionsspinnern gibt es auch in diesem Jahr reichlich. „Unser Eindruck ist, dass der Befall dieses Jahr zugenommen hat“, so Rolf Zuber.

Die Gemeinde rät, den Kontakt mit den Raupen zu meiden. Auf keinen Fall sollte man sie anfassen. Sollte man dennoch in Berührung mit einer dieser Lebewesen kommen, sei es ratsam, einen Arzt aufzusuchen. Sollte der eigene Garten von Eichenprozessionsspinnern befallen sein, sollte man nicht zögern einen Experten zu beauftragen, der diese entfernt. Zur Selbsthilfe greifen, wäre in diesem Falle keine gute Option. zg

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