Reilingen

Rathaus Abgestuftes Sanierungskonzept macht das Gebäude fit für die Zukunft / Funktionale Fenster mit hoher Energieeffizienz

Umwelt und Geldbeutel geschont

Reilingen.Die Kommunale Wohnungsbaugesellschaft (KWG) hat sich vorgenommen, das Rathausgebäude sukzessive den heutigen energetischen Erfordernissen und veränderten Arbeitsabläufen anzupassen. In einem ersten Schritt sollen die defizitäre Energiebilanz sowie der völlig unzureichende Schallschutz für den als Baudenkmal geschützten Gebäudekomplex optimiert werden.

Darunter fällt zunächst ein Austausch sämtlicher, mittlerweile desolaten Fenster. Die Handwerker der Firma Fenestra aus Waldbrunn haben Anfang September mit den Arbeiten begonnen. Die Montage von 70 Fenstern mit einer speziellen Wärmeschutz-Isolierverglasung ist auf etwa zehn Arbeitstage veranschlagt. Bei rund 135 000 Euro liegt der Investitionsaufwand der KWG Reilingen.

Investition spart Energie

Zuvor waren vor dem letztjährigen Winter die Fenster von zwei Amtsräumen auf der Ostseite ersetzt worden. Das Landesamt für Denkmalpflege konnte sich so davon überzeugen, dass die historische Gebäudeansicht unangetastet bleibt.

"Die Holzrahmen der rund 20 Jahre alten Holzsprossenfenster haben sich meist schon so verzogen, dass der Wind durch die Ritzen pfeift", schildert KWG-Geschäftsführer Christian Bickle die anzutreffende Situation. Bestehend aus jeweils zwei Flügeln mit einfacher Verglasung würden diese längst nicht mehr den heutigen energetischen und schallschutztechnischen Erfordernissen genügen.

"Vor allem dort, wo die Nachmittagssonne auftrifft, hat sich zudem die aufgeklebte Sonnenschutzfolie zersetzt und die Scheiben teils erblinden lassen", fügt Bickle hinzu. Die neuen, schichtverleimten Fenster aus Kiefernholz würden daher neben einer energetisch hochwertigen, schall-schluckenden Verglasung eine effektive Außenbeschattung erhalten.

Zuschüsse zugesagt

Den dringenden Handlungsbedarf bestätigt Bürgermeister Stefan Weisbrod. "Die unzureichende Schutzfunktion der Fenster erschwert die Arbeitsbedingungen der Rathausmitarbeiter", beklagt er. Im Übrigen sei der seither gängige, verschwenderische Umgang mit Energie in Zeiten des Klimawandels nicht mehr hinnehmbar.

"Mit unserer jetzigen Investition sparen wir wertvolle Energie, senken unsere Kosten und fördern zugleich den Klima- und Arbeitsschutz", fasst er die Vorzüge der Austauschaktion zusammen.

Für die im Reilinger Rathaus anstehenden energetischen Einzelmaßnahmen, darunter auch eine noch folgende Umrüstung der kompletten Beleuchtung auf LED-Licht, sind Landeszuschüsse mit einem Gesamtvolumen von 270 000 Euro zugesagt. jd

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