Reilingen

Schillerschule Kosten für Neubau und Bestandsarbeiten liegen voraussichtlich unter den veranschlagten 5,8 Millionen Euro / Farbkonzept mit deutlichen Bezügen

Unterricht in neuen Räumen gestartet

Archivartikel

Reilingen.Es geht auf die Zielgerade – der Anbau der Friedrich-von-Schiller-Gemeinschaftsschule ist so gut wie fertig. Die ersten Klassenzimmer sind schon eingerichtet, Schüler werden unterrichtet. Lediglich die Mensa im Untergeschoss ist noch nicht fertig. Wie Architekt Jürgen Roth mitteilt, wird das voraussichtlich im November der Fall sein. Dann soll der vollständige Gebäudekomplex eingeweiht werden können.

Das Farbkonzept Gelb, Türkis und Dunkelblau zieht sich durch den Neubau. Das Ziel war, eine eigenständige Sprache zu entwickeln, die sich einerseits vom Altbau abgrenzt, andererseits aber konkrete und deutliche Bezüge herstellt. „Daher haben wir auch die gleichen Farben genutzt, nur zum Teil an anderen Stellen oder mit anderen Stoffen“, erklärte Architekt Roth, dass so eine Verwandtschaft entstanden ist, die auch Rektor Falk Freie wichtig war.

Beim Blick durch den Flur ist dieser Übergang zwischen den beiden Gebäudeteilen gelungen und fällt einem sofort ins Auge. Einige Schüler haben in den Klassenräumen schon Platz genommen, die sogenannten Input-Räume, in denen die Schüler zusammenkommen und lernen, sind noch nicht alle komplett eingerichtet. Aber auch das soll in wenigen Wochen so weit sein.

„Im Prinzip wurden wir auf den letzten Drücker fertig“, sagte Architekt Jürgen Roth bei einer Vor-Ort-Begehung. Noch Kleinigkeiten gebe es zu verbessern, aber die beiden oberen Geschosse – in denen sich die Klassenzimmer befinden – wurden rechtzeitig zum Schulstart fertiggestellt. Die Brandschutzauflagen wurden erfüllt, die Treppe am Außengebäude fertiggestellt. Eine Nutzung wäre sonst nicht genehmigt worden. Die Restarbeiten in der Mensa laufen auf Hochbetrieb, die Fliesen im Küchenbereich liegen bereits, der weitere Boden werde derzeit verlegt.

Ergebnis bis Jahresende

Auf Jahre hinaus werde dieser Schulanbau die größte Investition sein, die die Gemeinde tätigt, wie Hauptamtsleiter Wolfgang Müller hervorhob. Daher seien die Kosten von großer Bedeutung – und da gibt es gute Nachrichten. Für den Neubau mit Bestandsarbeiten waren 5,8 Millionen Euro veranschlagt worden. Die Endsumme werde deutlich niedriger liegen, so die Beteiligten.

„Über die Bauzeit hinweg haben wir von den Firmen immer sehr gute Angebote bekommen, so dass wir beim Neubau unter den Kosten liegen werden, die veranschlagt waren“, erklärte Roth. Auch die Umbauarbeiten im Bestand werden niedriger sein als gedacht. Genaue Zahlen konnte der Architekt noch nicht nennen, da die Abrechnungen der einzelnen Firmen zum Teil noch ausstehen. „Bis Ende des Jahres sehen wir das schwarz auf weiß. Aber man kann sagen, dass die Kosten gut eingehalten werden“, sagte Architekt Roth.

„Wahnsinnstempo“

Rektor Falk Freise hob vor allem die Arbeit der Gemeinde sowie der Bauleitung hervor. „In einem wahnsinnigen Tempo wurde das Gebäude hochgezogen und verwirklicht – und es funktioniert“, sagte Freise, dass auch die Schülerzahlen derzeit steigen und es bereits die Überlegung für eine Deckelung gebe, da es schon jetzt mehr Klassen gibt als geplant. Auch die Freude bei den Schülern und Lehrern der Gemeinschaftsschule sei enorm groß – für sie wurden diese Räume schließlich geschaffen.

Im unteren Geschoss des Neubaus sind die fünften Klassen eingezogen – 60 Schüler werden dort nun bis zu ihrem Abschluss unterrichtet. Zwischen den einzelnen Klassenräumen befindet sich ein sogenannter Input-Raum, beziehungsweise Differenzierungsraum. In diesem können Unterrichtsphasen vertieft und Gruppenarbeiten gemacht werden.

So sind immer drei Räume miteinander verbunden – daher befinden sich neben den Türen Glasscheiben, damit der Effekt der Zusammengehörigkeit entsteht.

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