Reilingen

Haydnallee Beseitigung von Hundekot und Verunkrautung verursachen hohen Arbeits- und Kostenaufwand / Deckschicht musste komplett abgetragen werden

Unversiegelte Flächen sind erheblich belastet

Reilingen.„Sie verbindet Verkehrssicherheit mit Ästhetik und Aufenthaltsqualität mit hoher ökologischer Wertigkeit“. Dieses Prädikat hat Bürgermeister Stefan Weisbrod vor vier Jahren der umgestalteten Haydnallee verliehen. Das verdankt sie ihrem grünen, alleenartigen Charakter, der von 80 Stadtbirnen und von 800 Quadratmeter Blumenwiesen geprägt ist, wie die Gemeinde mitteilt.

Von Nachhaltigkeit und Ressourcenschonung zeugen auch die anzutreffenden, wassergebundenen Flächen. Ihre unversiegelten Oberflächen bestehen zum großen Teil aus natürlichen Gesteinsmischungen, die das Regenwasser speichern und sukzessive an den Untergrund abgeben. Diese Flächen entwickeln sich zunehmend zu einem Problem. Kaum betreten und fortwährend mit Hunde-Hinterlassenschaften belastet, setzt eine zunehmende Verunkrautung ein. Herbizide und mechanische Bekämpfungsmaßnahmen scheiden aus. Die Beläge müssen regelmäßig manuell gesäubert werden. Bei der jüngsten Aktion war es sogar notwendig, die völlig verun-reinigte Deckschicht abzutragen und das mineralische Gemisch oberflächig zu ersetzen.

„Leider gibt es immer noch zu viele uneinsichtige Hundehalter, die ihre vierbeinigen Lieblinge gerade dort ihre Notdurft verrichten lassen“, bedauert Bauhofleiter Torsten Braun. Die „Tretminen“ seien ein ständiges Ärgernis und alles andere als eine optische Visitenkarte. Dar-über hinaus führe Hundekot und Urin bei wassergebundenen Flächen zu einem Nährstoffeintrag, der das Wachstum der Unkräuter immens fördere. Dabei gebe es allein in dem rund 700 Meter langen Straßenteilstück drei kombinierte Hundekotstationen. Dort können die roten Sammelbeutel kostenlos entnommen und befüllt wieder eingeworfen werden. Die signifikante Zunahme der „Stinkbomben“ sei ein allgemeines, vor allem in Ortsrandnähe, aber auch an markanten Stellen wie der Haydnallee anzutreffendes Problem. „Obwohl wir im Ortsbereich an Schwerpunkten insgesamt bis zu 20 Sammelbehälter aufgestellt haben“.

„Wir investieren viel Geld und Zeit in ein sauberes Straßenbild“, ergänzt Weisbrod. Da dürfe man doch wohl auch erwarten können, dass für das Geschäft der „besten Freunde des Menschen“ auch die gebotenen Entsorgungsmöglichkeiten genutzt werden. jd/zg

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