Reilingen

Obst- und Gartenbauverein Sechs Kindergärten der Gemeinde zu Besuch auf dem Vereinsgelände / Frischen Apfelsaft gepresst und genossen

Verwertung der Früchte vermittelt Bezug zum Essen

Reilingen.An sechs Vormittagen drehte sich im Garten des Obst- und Gartenbauvereins alles um den Apfel. Mittlerweile hat es sich der Verein zur Tradition gemacht, dass im September die örtlichen Kindergärten zum Apfelsaftpressen eingeladen werden. Diese Einladung wurde wieder mit Begeisterung angenommen.

Die Kindergärten St. Josef, Oberlin, St. Anna, Kindertreff, Postillion und das „Haus der kleinen Hasen“ waren mit ihren Erzieherinnen und den Kindern mit freudiger Erwartung zu Gast. Mit einem aufgeschnittenen Apfel wurde das Innenleben der Frucht erklärt. Und ungläubig schauten sich die Kinder an, als erklärt wurde, dass ein Apfel aus fünf Teilen besteht: aus Fruchtfleisch, Schale, Kernhaus, Stiel und Blütenrest.

Der Apfel kann als Gesundheitsbombe bezeichnet werden, wenn er mit der Schale gegessen wird, denn die meisten Vitamine sitzen direkt unter ihr. Einigen Kindern war schon bekannt: Wer regelmäßig Äpfel isst bleibt gesund, wird kaum eine Erkältung bekommen. Mit diesem Wissen haben die Kinder voll Genuss in den Apfel gebissen und bestätigt, wie lecker ein Apfel mit Schale schmeckt.

Da machte ein Satz die Runde: „Wer jeden Tag ein Apfel isst, nur selten bei dem Doktor sitzt“. Das Kernhaus wurde bildlich mit einem Kinderlied erklärt: „In meinem kleinen Apfel, da sieht es lustig aus, darinnen sind fünf Stübchen, grad wie in einem Haus.“ Dieses Kinderlied beschreibt ganz genau das Kernhaus des Apfels.

Mit Eimern „bewaffnet“

Nach diesem Einstieg wurden die Kinder mit Eimern „bewaffnet“. Voller Tatendrang huschten sie durch die Obstbäume, um reife Äpfel und Birnen zu ernten und auch die, die schon auf den Boden gefallen waren, aufzulesen. Drei große Eimer hatten die Kinder vollgepackt, die sie dann zu den Helfern des Vereins vor das Vereinshäuschen zum Pressplatz trugen. Denn wenn Apfelsaft gemacht werden soll, und zwar frischer Apfelsaft, muss das rotbäckige Obst erst einmal gut gewaschen werden. Dafür erhielt es eine Dusche mit dem Gartenschlauch.

Anschließend war die Hilfe der Kinder wieder gefragt, sie mussten helfen, die Äpfel zu sortieren. Entdeckten sie irgendwo braune Stellen, wurden diese von den Presshelfern ausgeschnitten. Als diese Arbeit erledigt war lauschten alle, wie es weiter geht: mit einer Maschine, welche als „Formel-1-Mühle“ bezeichnet wurde, weil die Obstmühle genauso ein Geräusch macht wie die Rennautos. Mit viel Getöse wurden die Äpfel dann ganz fein gemahlen. Alles, was oben eingefüllt wurde, kam unten wieder als Brei heraus und wurde mit einer großen Schüssel aufgefangen. Ein süßer Duft von frischen Äpfeln lag in der Luft als dieser Brei in die Presse gefüllt wurde.

Schon beim Einfüllen tropfte unten aus dem silbernen Röhrchen der erste Saft. Aufgeregt standen die Kinder mit Bechern in den Händen schon bereit, denn sie wollten den goldschimmernden Saft schnell probieren. „Oh, ist das lecker, und das riecht ganz arg nach Apfel“, hörte man sogleich die Kinderstimmen, die dabei mit einem Lachen über ihren Bauch strichen. Doch auf einmal kam kein Saft mehr aus der Presse – aber die Kinder hätten gerne noch Nachschub gehabt. „Jetzt brauchen wir Hilfe, nun müssen wir pressen“, riefen Toni und Karl vom Pressteam.

Süß sprudelt der Saft

Schnell drängten sich die Kinder, um an dem großen Rad der Apfelpresse zu drehten, und schon begann der Saft wieder zu laufen. Die Helferinnen füllten schnell die Becher mit leckerem Apfelsaft, so dass alle Kinder den süßen Saft in vollen Zügen genießen konnten.

Der beim Pressen entstandene Tresterkuchen wurde mit großen Augen bewundert und durfte probiert werden.

Mit jeder Menge Gesprächsstoff über das Erlebnis Apfelsaftpressen und mit einem „Auf Wiedersehen bis zum nächsten Jahr“ dankten die Kinder dem Obst- und Gartenbauverein. kbi

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