Reilingen

Oberlin-Kindergarten Elektroarbeiten für den Erweiterungsbau vergeben

Verwirrspiel mit Zahlen

Reilingen.Schlucken mussten die Gemeinderäte bei der Vergabe der Elektroarbeiten für die Erweiterung des Oberlin-Kindergartens. Statt in der Nähe der Kostenberechnung von 55 000 Euro landete der billigste Bieter der Ausschreibung, die Firma Merz aus Speyer, mit knapp 110 000 Euro beim Doppelten.

Für die Abweichung gab es im wesentlichen zwei Gründe: Das Architekturbüro Vögele erstellte die Gesamtkostenberechnung ohne die detaillierte Auflistung des Fachbüros P+B aus Reilingen – Gemeinderat Peter Kneis war bei dem Punkt befangen –, das tiefer in die Materie einstieg. So plante das Büro eine Brandmeldeanlage wie im Bestand, was bei Vögele keine Forderung war, jedoch Sinn macht, denn der Neubau sollte nicht schlechter gestellt werden als der Bestand.

Andere Abweichung ergaben sich durch andere Kostenstellen. So hatte Vögele einen Teil der Elektroarbeiten unter der allgemeinen Erschließung verbucht, Kneis hat sie den Elektroarbeiten zugeordnet. Diese Kosten werden nun verrechnet.

Eine Verwirrung, die am Ratstisch in der September-Sitzung für Redebedarf sorgte, weshalb die Vergabe in den Oktober verschoben wurde, in der Weisbrod und Architekt Vögele Licht ins Dunkel brachten. Der Bürgermeister nahm gar einen Teil der Schuld auf seine Schultern – man habe die Kostenberechnung ohne die des Fachbüros freigegeben.

„Es ging um fehlende Klarheit“, fasste Sabine Petzold (FWV) die Sicht des Rats zusammen. Da diese nun gegeben sei, wurde die Vergabe mehrheitlich beschlossen. aw

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