Reilingen

Evangelische Kirchengemeinde Querflötenensemble „Flautento“ gastiert zu einem Konzert

Von symphonischer Anmutung begeistert

Reilingen.Querflötenmusik vom Feinsten, klangvoll arrangiert und professionell vorgetragen, ertönte am Sonntag in der evangelischen Kirche. Zu Gast war das zehnköpfige Querflötenensemble „Flautento“ mit einem Programm unter dem Titel: „In Dir ist Freude.“

Die Musikerinnen stammen aus verschiedenen Teilen Baden-Württembergs und aus Rheinland-Pfalz. Sie treffen sich regelmäßig zu intensiven Probephasen, in denen das jeweilige Konzertprogramm erarbeitet und anschließend öffentlich präsentiert wird.

Der programmatische Titel „In Dir ist Freude“, spiegelte sich dementsprechend auch in der Auswahl der neun Werke, die die Musikerinnen nach Reilingen mitgebracht haben, wieder.

Ergänzt und bereichert wurde das Programm durch die Sprecherin Barbara Askani-Feierling, die mit passenden Zitaten, hintersinnigen Texten und kleinen Anekdoten eine Brücke zwischen den einzelnen Werken zu schaffen wusste.

Harmonischer Raumklang

Zur Eröffnung des Konzertes erklang Celebratio, ein Werk des zeitgenössischen Komponisten Karl Jenkins. Dank des Einsatzes aller Instrumente aus der Familie der Querflöten, bis hin zu der sehr selten gespielten Kontrabassflöte, entwickelten die Musikerinnen dabei einen harmonischen, nahezu symphonisch anmutenden Raumklang, dessen diffizile Klanggestaltung in den folgenden Werken – La Mantouana (Ludovico Viadana), Ma Mère l´Oye (Maurice Ravel) über Le Château hanté (Nicolas Avinée) bis hin zum Andante aus der Italienischen Sinfonie des Romantikers Felix Mendelssohn-Bartholdy – fortgesetzt wurde.

Das danach folgende Stück von Johann Sebastian Bach „Bist Du bei mir, geh ich mit Freuden“ gehört zu den ergreifendsten Werken der Musikgeschichte. Seine schlichte, dabei jedoch sehr emotionale Ausdruckskraft wurde vom Ensemble Flautento gekonnt aufgegriffen und in einen wohlklingenden Flötenklang verwandelt.

Die nachfolgenden Werke Canzon Septimi Toni a 8 von Giovanni Gabrieli und Blue Train von Ryohei Hirose, obgleich 400 Jahre zeitlich voneinander getrennt, bestachen durch einen fröhlichen und lebendigen Ton, der in einem wohltuenden Gegensatz zu der Innigkeit Bachscher Musik stand.

Den Abschluss des Abends bildete Gustavs Holsts „Jupiter, der Bringer der Freude“, ein ursprünglich symphonisches Werk, das auch in der Bearbeitung für zehn Flöten einen klangvollen und passenden Abschluss des Programms bildete.

Für den herzlichen Applaus der begeisterten Zuhörer bedankten sich die Musikerinnen mit zwei Zugaben, die das Ende eines schönen und unterhaltsamen Konzertabends bildeten. cp

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