Reilingen

Arbeitskreis Burg Wersau Kinderfreizeit mit witzigen Spielen und Informationen zum Mittelalter

Von Turmbau bis Schuhwurf

Reilingen.Schon morgens um 9.30 Uhr waren die ersten Helfer des Arbeitskreises Burg Wersau auf dem Burggelände, um die notwendigen Vorbereitungen für die Kinderfreizeit vorzunehmen. Natürlich war das älteste Mitglied, Willi Krüger, als erster vor Ort, um die Sonnenschirme zu inspizieren – es sollte kein Kind und kein Betreuer ohne einen Schattenplatz sein.

Gut, dass der eine oder andere Helfer schon früher als verabredet da war, so konnten die Spielutensilien an Ort und Stelle gebracht werden. Heidrun Semmler und Christiana Dümplemann bestückten die einzelnen Spielstationen mit Schubkarren und Schaufeln, mit 50 blauen Kisten und vielem mehr.

Kurz vor 13 Uhr trafen alle Helfer ein – zehn an der Zahl. Auch der Vorsitzende des Vereins „Freunde Reilinger Geschichte“ wollte an der Veranstaltung teilnehmen. Jede Gruppe von zehn Kindern wurde von zwei Wersauern begleitet.

So überwachten Felix Müller und Emily Ziegler die Spielstation Turmbau, den Feldherrenhügel Regina Geiger und Heidrun Semmler, das Schubkarrenrennen Cornelia Stojek-Sommer und Christiana Dümpelmann, den Schuhweitwurf Susanne Müller und Rosel Bründlinger. Das große Schwingsieb wurde von Britta und Tamina Thiel beaufsichtigt, während Sabine Petzold und Hella Müller für einen reibungslosen Ablauf sorgten.

Kugel mit Wachssiegel

Schon kurz nach 13.30 Uhr standen die ersten Kinder auf der Wersau. Wie hier üblich, bekam erst einmal jedes Kind ein kühles Getränk und ein Stück Kuchen. Es dauerte eine Weile, bis alle 52 Kinder ihren Platz gefunden hatten und Hella Müller die Begrüßung und den Verlauf des Nachmittags erklären konnte. Als Erstes wurden auf die Flaschen die Namen der Kinder vermerkt, dann erfolgte die Ausgabe einer Tonkugel.

Aus dieser wurde ein Taler geformt und zusammen mit einem Namenszettel zum Trocknen in der Sonne platziert. Denn am Ende der Veranstaltung sollte ein Wersauer Wachssiegel aufgebracht werden.

Immer wieder wurden zwischen den Spielen Trinkpausen unter dem Containerdach eingelegt. Diese Pausen nutzte Sabine Petzold, um den Kindern die tollsten Geschichten über die Wersau zu erzählen. Nach ihrer Laufbahn als Gemeinderätin wird sie das Amt der ehrenamtlichen Geschichtenerzählerin im Archäologiepark Wersau übernehmen.

Als alle Spielstationen abgearbeitet waren, kam Philipp Bickle zum Zuge. Er brachte den Kindern trotz der großen Hitze in anschaulicher Weise das Mittelalter nahe. Inzwischen heizte Willi Krüger die Feuerstellen gut durch, während die anderen Teams die Steckerlbrote vorrichteten. Mit deren Verzehr ging ein ereignisreicher Tag auf der Wersau zu Ende. zg

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