Reilingen

Gebühren Rat diskutiert Erhöhung zwecks Verlustausgleich

Wasserpreis soll angepasst werden

Reilingen.Die Kosten der Wasserversorgung und -entsorgung stehen im Mittelpunkt der Ratssitzung am Montag, 12. November, um 19 Uhr im Bürgersaal des Rathauses. Eine Beratung mit unterschiedlichen Vorzeichen – während die Kosten für den Wasserbezug steigen sollen, schlägt die Verwaltung vor, die Gebühren der Abwasserbeseitigung auf dem bisherigen Stand zu belassen.

Wie die Verwaltung in der Sitzungsvorlage darlegt, werden in der Gemeinde mit den Wassergebühren nur die Kosten für die Wasserversorgung erwirtschaftet. Es werden keine Gewinne erzielt und es wird keine Konzessionsabgabe erwirtschaftet. Mit anderen Worten: Der Eigenbetrieb Wasserversorgung wird durch die kostenfreie Bereitstellung von Kapital aus dem Kernhaushalt subventioniert.

Keine Kostendeckung

Hinzu kommt, dass in den Jahren 2016 und 2017 mit der bis heute geltenden Wassergebühr von 1,20 Euro pro Kubikmeter ein Verlust von 84 000 beziehungsweise 58 000 Euro im Jahr erwirtschaftet wurde, den es in den beiden kommenden Haushaltsjahren auszugleichen gilt.

Von der Verwaltung wurden ferner ein erhöhter Unterhaltsaufwand in die Gebührenrechnung einkalkuliert sowie anstehende Arbeiten am Wasserleitungsnetz, was letztlich zum Vorschlag einer stufenweise Erhöhung des Wasserpreises führt. Für das kommende Jahr empfiehlt die Verwaltung eine Erhöhung um zehn Cent auf dann 1,30 Euro pro Kubikmeter Wasser, im Jahr 2020 soll der Preis um weitere zehn Cent pro Kubikmeter steigen.

Erfreulicher fällt die Kalkulation bei den Abwassergebühren aus. Sie hat ergeben, dass die Schmutzwassergebühr von 2,15 Euro pro Kubikmeter ebenso kostendeckend ist wie die Niederschlagswassergebühr von 52 Cent pro Quadratmeter versiegelter Fläche, weshalb beide Sätze beibehalten werden sollen.

Zuschuss dient Klimaschutz

Geld will die Verwaltung beim Thema Thermografie-Aktion der AVR Energie ausgeben. Mit der Thermografie lassen sich an Gebäuden notwendige Sanierungsmaßnahmen, die dazu führen, dass Wärmeverluste reduziert werden können, erkennen. Der Rat soll beschließen, solche Maßnahmen mit einer Pauschale bezuschussen, maximal sollen hierfür pro Jahr 2000 Euro aufgewendet werden. Die Verwaltung erhofft sich dadurch eine Verminderung der CO2-Emission und somit einen Beitrag zum Klimaschutz.

Mitteilungen des Bürgermeisters, die Bekanntgabe in nichtöffentlicher Sitzung gefasster Beschlüsse sowie Anfragen der Gemeinderäte beschließen den öffentlichen Teil der Sitzung, zu dem die Bevölkerung eingeladen ist. aw

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