Reilingen

Geschäftsleben Sigrid Itschner von der gleichnamigen Naturheilpraxis gibt Tipps für Allergiker / Belastete Lebensmittel können Auslöser sein

Wenn Umwelteinflüsse das Immunsystem aus dem Tritt bringen

Reilingen.Immer mehr Allergien nehmen Einfluss auf die Lebensqualität, ist sich Heilpraktikerin Sigrid Itschner sicher. Die damalige Mangelernährung habe weder die Wohlstandskrankheiten Diabetes, Adipositas, Gicht und Verdauungsstörungen, noch die massive Schädigung durch Genussgifte gekannt.

Heute, wo Nahrungsmittel in Hülle und Fülle zur Verfügung stehen, Genussgifte überall erhältlich sind, Umwelteinflüsse belasten und Klimaveränderungen sich bemerkbar machen, strömten massiv Antigene auf den Organismus ein, die zur krankhaften Veränderung des Immunsystems führen, Stichwort Überempfindlichkeit, betont Itschner. Die Antigene bewirken eine überschießende Abwehrreaktion des Immunsystems auf bestimmte, normalerweise harmlose, Umwelt-stoffe, die sich in typischen, oft mit entzündlichen Prozessen einhergehenden Symptomen äußert.

Sofort- und verzögerte Allergien

Man unterscheide in Sofort- und verzögerte Allergien. Zur ersteren zählt der „Heuschnupfen“, eine Pollenallergie mit zahlreichen Symptomen. Während die Pollenallergie in Deutschland fast 16 Millionen Menschen erfasst, sind die Allergien im Verdauungstrakt, die allgemein „Nahrungsmittelunverträglichkeit“ genannt werden, ebenso häufig. Sie zählen zum verzögerten Typ. Ursache ist vielfach eine Schädigung des Magens und der Darmflora durch Giftstoffe. Außerdem sei die Nahrung, die heute im Übermaß angeboten werde, nicht immer gesund. Sie ist versetzt mit chemischen Inhaltsstoffen und somit biologisch verändert. Beim Einkauf ist genaues Hinsehen sinnvoll.

Die Naturheilkunde, die ihre Erfolge hauptsächlich bei chronischen Erkrankungen hat, bietet auch bei Allergien vielversprechende Therapien an, die bei konsequenter Anwendung zur Heilung führen.

Bei der Sofortallergie ist zunächst eine Regulierung des Immunsystems gefordert, für die es naturheilkundlich verschiedene Therapieansätze gibt. Bei verzögerter Allergie durch Nahrungsmittel ist beim Essen Disziplin und Verzicht auf Genussgifte angesagt. Eine Ausgewogenheit der Speisen bei Eiweiß, Kohlenhydraten und Fett empfiehlt sich, so Itschner und bietet noch Tipps, um die Pollenbelastung zu minimieren:

Türen und Fenster möglichst geschlossen halten.

Tagsüber getragene Kleidung nicht im Schlafzimmer ablegen.

Vor dem Schlafen gehen, Haare waschen.

Pollenfilter ins Auto einbauen.

Für Beratungsgespräche steht Sigrid Itschner jederzeit zur Verfügung. zg

Das Wichtigste von heute
Newsticker Rhein-Neckar
Newsticker Schwetzinger Zeitung
Newsticker überregional