Reilingen

Gemeindeverwaltung Ruhender Verkehr wird kontrolliert / Knöllchen werden verteilt

Zeit des Ermahnens endet

Reilingen.Die beiden Mitarbeiterinnen Jutta Akyol und Beate Hecker haben Anfang Juli ihre Tätigkeit als Gemeindevollzugsdienst (GVD) aufgenommen. Sie nehmen für das Ordnungsamt die Aufgaben der Ortspolizeibehörde unter anderem im Bereich der Kontrolle des ruhenden Verkehrs wahr.

Bislang wurden von den beiden lediglich Hinweise auf Falschparken an den Fahrzeugen angebracht, um ein Bewusstsein bei den Kfz-Führern zu schaffen, dass eine Ordnungswidrigkeit begangen wurde. „Diese präventive Maßnahme zeigt an vielen Stellen bereits Wirkung“, berichtet Beate Hecker von den ersten Wochen ihrer Tätigkeit. „Leider gibt es auch uneinsichtige Bürger. Diese müssen künftig mit einem Verwarnungsgeld rechnen“.

Es gehöre zu den „unangenehmen“ Seiten des Jobs, Bürger zu einem bestimmten Tun oder Unterlassen aufzufordern, stellt die Verwaltung in einer Pressemitteilung fest. Dies werde neben den Hinweisen durch den Gemeindevollzugsdienst jetzt auch mit Verwarnungs- oder Bußgeldern geahndet.

Wie kaum bei einem anderen Zweig der öffentlichen Verwaltung ist die tägliche Arbeit der Ordnungsverwaltung durch Gesetze, Verordnungen und Erlasse bestimmt. Auch wenn es im Einzelfall wie eine „Schikane“ scheinen mag, wurden alle Vorschriften letztlich erlassen, damit ein geordnetes Zusammenleben der Bürger möglich ist und auch diejenigen eine Chance haben, die von der Natur mit etwas weniger Ellbogen ausgestattet wurden. So wird beispielsweise ein Fahrzeug, das gedankenlos auf dem Bürgersteig geparkt wurde, nicht deshalb aufgeschrieben und der Halter mit einem Verwarnungsgeld belegt, weil die Gemeindevollzugsbeamtinnen ein Erfolgserlebnis oder die Gemeinde Geld brauche.

Rücksicht nehmen

Fußgänger und insbesondere Kinder und ältere Bürger, die mit ihren Fahrrädern oder Rollatoren den Bürgersteig nutzen müssen, werden zum Ausweichen auf die Fahrbahn gezwungen. Jutta Akyol erinnern zusätzlich an die steigende Zahl von Rollstuhlfahrern: „In vielen Ortsstraßen sind zugeparkte Gehwege in Verbindung mit hohen Randsteinen fast unüberwindbare Hindernisse“. Die Mitarbeiter des Ordnungsamtes erteilen gerne Auskunft und helfen, sich im „Paragrafendschungel“ zurechtzufinden. „Auch wenn wir nicht alle Probleme lösen können oder auf eine Frage mal keine Antwort haben“, betont Ordnungsamtsleiterin Lena Lawinger, „wir werden mit unseren Dienstleistungsangeboten immer für die öffentliche Sicherheit und Ordnung einstehen. Unser Rat und unsere Bitte: Auto- und Motorradfahrer sollten gemäß der Straßenverkehrsordnung parken, niemanden behindern und zur Not ein paar Meter weiter zu Fuß gehen, wenn es mit dem Parkplatz vor der Haus- oder Ladentür nicht klappt. In der Ortsmitte sind, ausgenommen bei Großveranstaltungen, immer genügend öffentliche Parkplätze vorhanden.“ gv

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