Schwetzingen

13 Patienten mit Coronavirus in Schwetzinger Klinik

Schwetzingen.Die Zahl der Corona-Zahlen in er GRN-Klinik Schwetzingen steigt. War die Klinik bislang weitestgehend von der zweiten Welle verschont geblieben, machen sich die bundesweit gestiegenen Covid-19-Zahlen inzwischen auch dort bemerkbar. 13 Patienten hatten mit Stand von vergangenen Mittwochvormittag einen positiven Corona-Abstrich, davon lagen zwei auf der Intensivstation. Eine Patientin ist am Dienstag verstorben. Neun Mitarbeiter sind seit Donnerstag nach und nach positiv getestet worden und befinden sich in häuslicher Quarantäne.

„Wir bedauern, dass so viele Patienten und inzwischen auch Mitarbeiter an Corona infiziert sind. Bisher hatten wir das Glück, relativ verschont geblieben zu sein“, sagt Klinikleiterin Katharina Elbs. Als Reaktion auf die steigenden Zahlen Infizierter wurden alle ermittelten Kontaktpersonen in enger Zusammenarbeit und Abstimmung mit dem Gesundheitsamt getestet. „Die Ergebnisse waren glücklicherweise in den meisten Fällen negativ“, sagte Elbs.

Als Vorsichtsmaßnahme werden die verfügbaren Betten auf der Isolierstation ausgeweitet. Um den Zuwachs dort gut bewältigen zu können, unterstützen Pflegekräfte der jetzt geschlossenen Belegstation ihre Kollegen auf der ISO-Einheit.

Krisenstab bewertet täglich neu

Hierfür wurden einige nicht dringliche stationäre OPs verschoben: „Das Verschieben elektiv geplanter Operationen fällt uns nicht leicht“, erklärt die Klinikleiterin, „schließlich leiden auch die Patienten an Schmerzen und erhoffen sich durch den geplanten Eingriff eine Erleichterung“. Eine generelle Absage ausgewählter OPs ist aktuell zum Glück nicht erforderlich: „Zum jetzigen Zeitpunkt können alle weiteren geplanten stationären und ambulanten Eingriffe wie vorgesehen durchgeführt werden.“ Anders als im benachbarten Stadtkreis Mannheim, wo aufgrund der 7-Tage-Inzidenz von 223,7 je 100 000 Einwohner, dem Höchstwert in Baden-Württemberg die Kliniken seit heute in den Notfallmodus schalten, liegt die 7-Tage-Inzidenz im Rhein-Neckar-Kreis bei 144,2 Erkrankten je 100 000 Einwohner: „Selbstverständlich schauen wir uns die Situation in der Klinik täglich im Krisenstab an und bewerten diese im Hinblick auf die Sicherheit unserer Patienten und Mitarbeiter neu. Unsere Mitarbeiter sind sehr wachsam und machen einen hervorragenden Job in der Krise“, sagt der ärztliche Direktor, Dr. Johannes Weiß.

Ungeachtet der jetzt erfolgten Tests bei möglichen Kontaktpersonen von Covid-Infizierten verschärfen die Kliniken der GRN Gesundheitszentren Rhein-Neckar ihre Teststrategie. So werden nun alle Patienten getestet, die stationär aufgenommen werden. Auch Mitarbeiter unterziehen sich künftig nicht mehr nur beim Auftreten von Symptomen oder Anlass bezogen einem Test, sondern, besonders in den Bereichen der Isolier-, der Intensivstation und der Zentralen Patientenaufnahme wöchentlich. „Ein so umfassendes Screening war uns bisher nicht möglich, weil wir mit den nur wenigen vorhandenen Tests gut haushalten mussten“, erklärt Elbs. „Die jetzt frisch gelieferten Schnelltests lassen eine Ausweitung unserer Teststrategie zu.“

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