Schwetzingen

SPD Daniel Born besucht Leuchtturmfirma „Notion Systems“

3D-Drucker mit einer smarten Technologie

Archivartikel

Erst Dialysezentrum, dann Schule und jetzt werden in der Carl-Benz-Straße 22a in Schwetzingen Hochpräzisionsdrucker hergestellt, die zu den weltweit leistungsfähigsten ihrer Art zählen. „Notion Systems“ heißt das Start-Up und Wirtschaftsunternehmen, das 2012 von vier Ingenieuren und Physikern gegründet wurde und bereits ein Jahr später vom damaligen SPD-Wirtschaftsminister Nils Schmid mit dem Cyber-One-Award des Landes Baden-Württemberg ausgezeichnet wurde.

Bei einem Betriebsbesuch haben sich der Schwetzinger Landtagsabgeordnete Daniel Born, arbeitsmarktpolitischer Sprecher der SPD-Fraktion, und seine Bundestagskollegin Saskia Esken aus Calw, stellvertretende Sprecherin der Arbeitsgruppe „Digitale Agenda“ der SPD-Bundestagsfraktion über das Unternehmen informiert.

Bei einem Rundgang zeigten die Geschäftsführer Dr. Michael Doran, Carsten Schimansky und Konstruktionsleiter Jens Münkel ihre Drucker, in denen jeweils etwa eine Million Zeilen Programmiercode stecken. Das Unternehmen, das sich durch viel Mitbestimmung und flache Hierarchien auszeichnet, produziert spezielle 3D-Drucker, beispielsweise für Universitäten, aber auch Hochpräzisionsdrucker unter anderem für das Bedrucken von Leiterplatten und den Druck von Displays. Durch diese smarte Technologie können Ressourcen und Kosten eingespart werden, zum Beispiel wird durch das von Notion Systems entwickelte Verfahren nur noch etwa die Hälfte der bisherigen Menge an Lötstopplack beim Leiterplattenbau benötigt. Zu den Kunden des Unternehmens, das weltweit auf Messen ausstellt, zählen auch große deutsche Automobilkonzerne. Bundestagsabgeordnete Saskia Esken, Digitalisierungsexpertin, ist beeindruckt: „Hier werden kluge, nachhaltige Verfahren entwickelt, die weltweit gefragt sind – sozusagen ‚Digitalisierung made in Baden-Württemberg“.

Im Gespräch wurden aber auch die Herausforderungen deutlich, vor denen Start-Ups in Deutschland stehen. So sei es schwierig, bei den Bedingungen am deutschen Venture-Kapitalmarkt mit internationalen Konkurrenten Schritt zu halten. Und der Fachkräftemangel sei auch in dieser Region mit mehreren herausragenden Universitäten zu spüren. „Hier wird erneut klar, dass wir dringend ein Fachkräfteeinwanderungsgesetz brauchen. Die Unternehmen im Land suchen qualifiziertes Personal und die Landesregierung stellt sich quer. Die Blockade der CDU ist integrations- und wirtschaftspolitischer Unsinn“, sagte Born dazu.

Esken wies auf die Möglichkeiten zur Weiterbildung von Mitarbeitern durch das Qualifizierungschancengesetz hin: „Im digitalen Wandel werden berufliche Qualifikation und stete Weiterbildung immer wichtiger. So bekommen auch gering qualifizierte Beschäftigte eine Chance, ihren Berufsabschluss nachzuholen, andere können ihre Kompetenzen auffrischen.“ zg

Das Wichtigste von heute
Newsticker Schwetzinger Zeitung
Newsticker Rhein-Neckar
Newsticker überregional