Schwetzingen

Spargelanstich Spende ermöglicht Hilfe ohne bürokratische Hürden / Event 2018 größer geplant

500 Euro kommen zum richtigen Zeitpunkt

Die Spargelsaison 2017 liegt schon weit zurück und auch die kommende Spargelzeit liegt noch in weiter Ferne. Grund genug, den Spargel wieder zum Thema zu machen. Ein Vorhaben, das sich die Initiatoren des traditionellen Spargelanstichs zur Aufgabe gemacht haben. Kommen sie doch immer im Herbst, seit mittlerweile genau 17 Jahren, in das Büro des Oberbürgermeisters und übergeben ihm den Reinerlös dieses Tages als Spende für die Notgemeinschaft.

Es war der 22. April, als sich Oberbürgermeister Dr. René Pöltl gemeinsam mit dem Mannheimer Sternekoch Norbert Dobler, Spargelkönigin Janine I. und vielen weiteren Spargelenthusiasten auf den Acker begaben und offiziell den ersten kurfürstlichen Spargel stachen. Und auch wenn das Frühjahr in Sachen Temperatur eher durchwachsen erschien, folgten auf diesen ersten Spargel noch viele mehr, so dass die Spargelbauern auf eine durchaus erfreuliche Jahresernte zurückblicken konnten.

Menschen helfen einander

Nach dem Anstich gab es auf dem Spargelhof Brenner zahlreiche kulinarische und kulturelle Vorführungen, die trotz des eher bescheidenen Wetters viele Spargelfans auf den Hof lockten. Am Ende kam für die Notgemeinschaft ein Betrag von 500 Euro zusammen. Geld, das angesichts der bald beginnenden Vorweihnachtszeit gerade recht kommt.

Sie alle, so der Oberbürgermeister, seien mit dieser langjährigen Spendentradition Vorbilder. Und zwar wichtige Vorbilder, da sich die Notgemeinschaft ausschließlich durch Spenden finanziere.

Für den Oberbürgermeister ist die Notgemeinschaft ein wichtiger Baustein im sozialen Netzwerk der kurfürstlichen Residenz. Kann mit dem Geld doch ohne bürokratische Hürden in Notfällen schnell geholfen werden. Dabei gehe es aber um weit mehr als nur Geld. Zeige die Notgemeinschaft, dass in der Stadt eine Gemeinschaft existiere und Menschen füreinander einstehen.

Der nächste Spargelanstich ist übrigens bereits in Planung. Dieser, so Christiane Drechsler von der Stadtinformation, dürfte 2018 etwas größer ausfallen als sonst. Feiert die Spargelmetropole Schwetzingen im kommenden Jahr doch ein Jubiläum: 350 Jahre Spargelanbau. ske

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