Schwetzingen

SPD Neue Spitze / Motiviert für „nicht einfache Arbeit“

Abraham übergibt an Maier-Kuhn

Archivartikel

Die SPD Schwetzingen hat einen neuen und starken weiblichen Vorstand, heißt es in einer Pressemitteilung. Simon Abraham über ein Jahrzehnt erfolgreicher Vorsitzender, hat sein Amt, wie angekündigt, abgegeben. Als neue starke Frau wurde mit überwältigender Mehrheit Monika Maier-Kuhn (Bild) gewählt.

Die Kreisrätin ist erst 2017 von den Grünen zu den Sozialdemokraten gewechselt. „Im Inneren meines Herzens war ich immer ein sozialdemokratischer Mensch und heute erst recht“, betont sie in ihrer Bewerbungsrede.

Bundestrend auch hier spürbar

Gemeinderat Simon Abraham hatte im März angekündigt, nicht mehr für den Vorsitz zu kandidieren. Mit einem Brief an die Mitglieder hatte er die persönlichen Gründe erklärt. Der Gemeinderat wird aber dem Vorstand als Beisitzer erhalten bleiben. „Ich bin ein Fan von transparenter Politik und will natürlich die Entwicklungen aus dem Gemeinderat in die Partei tragen“, so Abraham. Mit einem langen Applaus dankten die Mitglieder dem scheidenden Vorsitzenden für sein Engagement.

Nun will man zügig „die sicherlich nicht einfacher werdende Arbeit aufnehmen“, so Maier-Kuhn. Doch sei sie froh mit einem engagierten Team gut aufgestellt zu sein. „Wir werden auch weiterhin das Ohr am Bürger haben und die, zugegeben, nicht einfache Überzeugungsarbeit angehen“.

Während der Auszählung wurde über das Kommunalwahlergebnis diskutiert. Der Bundestrend hätte in Schwetzingen klar zugeschlagen, bedauerten Robin Pitsch und andere Genossen an diesem Abend. Die Ablehnung gegen die schleppenden Entscheidungen der GroKo sei nicht spurlos an den Schwetzinger Sozialdemokraten vorübergegangen. So gesehen sei das Wahlergebnis auch im Vergleich zu anderen Städten, wo die Partei noch deutlich mehr verloren hat, nicht so schlecht, analysiert Pitsch.

Richtige Strategie gehabt

„Ich halte unsere Wahlkampagne nach wie vor für richtig“, sagt Abraham, auch die 26 Kandidaten hätten diese Strategie sehr motiviert mitgetragen, heißt es in der Mitteilung. Monika Maier-Kuhn stellt noch fest: „Auch im 21. Jahrhundert muss die SPD für Gerechtigkeit sorgen, dafür, dass Menschen auch in den nächsten Jahrzehnten ein respektvolles Leben führen können. Klimaschutz hat unmittelbar mit sozialer Gerechtigkeit zu tun.“ nt/zg/Bild: Theobald

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