Schwetzingen

Notinsel Hilfe in Gefahrensituationen / An dem Erfolgsprojekt beteiligen sich bereits 70 Partner / Weitere Mitstreiter sind willkommen

Alltägliche Wege der Kinder sicherer machen

Archivartikel

Seit 2006 nimmt die Stadt am Projekt Notinsel teil. Ziel ist es, ein Netzwerk von Einzelhandelsgeschäften wie Bäcker, Metzger, Friseure, Banken aufzubauen, die Kindern in Gefahrensituationen – zum Beispiel bei Mobbing von kleineren Kindern durch größere, Verfolgung durch fremde Erwachsene oder bei ausländerfeindlich motivierter Gewalt – als erste Anlaufstelle und als Schutzraum dienen. Ungefähr 70 Geschäftsleute, Ärzte, Banken und Einrichtungen in Schwetzingen sind an diesem Projekt bereits beteiligt, heißt es in einer Pressemitteilung der Stadtverwaltung.

Mit einem „Notinsel-Aufkleber“ und mit entsprechenden Plakaten zeigen diese Projektpartner, dass Kinder in Notsituationen unmittelbar Hilfe erfahren und geschützt werden. Dabei sollen die Notinsel- Partner keinesfalls psychologische Beratung leisten, sondern „nur“ eine Hilfskette in Gang setzen, die die Benachrichtigung der Eltern, der Polizei oder ähnliches beinhaltet. Initiator des Projektes ist die Stiftung Hänsel + Gretel aus Karlsruhe.

Bewusstsein fördern

Durch dieses Projekt soll das Bewusstsein für Kinder in der Öffentlichkeit gefördert werden und gleichzeitig eine Abschreckung potenzieller Täter erfolgen. Erfahrungen aus anderen Städten zeigen, dass die Notinseln eine breite Akzeptanz in der Bevölkerung finden und von den Kindern in Notsituationen tatsächlich aufgesucht werden.

Damit möglichst alle Kinder von diesem Projekt profitieren können, ist die Mithilfe der Eltern gefragt. Gerade bei immer wiederkehrenden Wegen wie dem Schulweg sei folgendes wichtig: „Legen Sie den genauen Schulweg zusammen mit Ihrem Kind fest. Zeigen Sie Ihrem Kind die Notinseln auf dem Schulweg (diese sind anhand des Notinsel-Aufklebers im Schaufenster zu erkennen). Auch in der Innenstadt und in einigen Außenbezirken sind Notinseln eingerichtet. Machen Sie Ihr Kind ebenfalls auf diese Anlaufstellen aufmerksam“, schreibt die städtsiche Pressestelle. Auf der Internetseite www.notinsel.de ist auch der Schulwegplaner verfügbar, um die wichtigen Routen der Kinder entlang der Notinseln zu planen. Auch eine Notinsel-App ist im App-Store und bei Google Play verfügbar. zg

Das Wichtigste von heute
Newsticker Schwetzinger Zeitung
Newsticker Rhein-Neckar
Newsticker überregional