Schwetzingen

Schwetzinger Freie Wähler Zu wenig Erlöse / HG-Jugend packt zum Finale noch einmal mit an

Altpapiersammlungen werden eingestellt

„Ich habe wirklich alles versucht, aber ich hatte keine Chance“, so die Organisatorin der Sammlungen, Uschi Lenz mit Tränen in den Augen. Die letzte Altpapiersammlung der Schwetzinger Freien Wähler (SFW) findet am Samstag, 29. Februar, zwischen 9 und 12 Uhr auf dem Stadionparkplatz statt, so Pressesprecher Carsten Petzold ergänzend dazu in der Pressemitteilung.

Der Entsorger hat, seine Vergütungspreise schlagartig mehr als deutlich gesenkt (wir berichteten). Für Papier wird nur noch ein Preis von 40 Euro pro Tonne bezahlt (vorher 70 Euro pro Tonne) und für Kartonage müssen sogar 20 Euro/Tonne bezahlt werden. Diese Nachricht war das Aus für die Sammlungen.

„Aufwand lohnt nicht mehr“

„Ich habe wirklich mit Gott und der Welt telefoniert“, sagte Uschi Lenz. Doch sie fand keinen anderen Entsorger, der das Altpapier und Kartonage zu einem rentablen Preis übernimmt. „Selbst wenn es keine Strafgebühr für angelieferte Kartonage gibt, mehr als die 40 Euro pro Tonne bezahlt derzeit niemand. Der Erlös und damit das Spendenergebnis für die jeweils begünstigte Organisation steht in keinem Verhältnis mehr zu dem Aufwand. Ich habe mit allen Organisationen gesprochen, die wir dieses Jahr auf der Empfängerliste hatten. Alle waren der Meinung, dass sich der Aufwand nicht mehr lohnt“, erklärte Lenz weiter. Lediglich die Handballjugend, die bereits im Januar begünstigt wurde, sehe sich in der Lage, die Februar-Sammlung nochmals durchzuführen.

Die SFW müssen damit eine Erfolgsgeschichte beerdigen. Die einst von Alt-Stadträtin Inge Melkus ins Leben gerufenen, und von Uschi Lenz fortgeführten Altpapiersammlungen, erbrachten in den zwölf Jahren ihres Bestehens die Gesamtsumme von 63 171 Euro. Und das Geld wurde völlig unbürokratisch als Hilfe an die jeweils begünstigten Organisationen überwiesen. Darunter waren beispielsweise die „grünen Damen“ in der GRN-Klinik, die „Frauenselbsthilfe nach Krebs“, das Deutsche Rote Kreuz, die Feuerwehrjugend, die DLRG-Jugend, Schulklassen und Vereine – hauptsächlich caritative Organisationen und Jugendeinrichtungen, die den Sammlungserlös sehr gut gebrauchen konnten, heißt es in der Pressemitteilung der SFW.

Kleiner Hoffnungsschimmer

Die Handballjugend sammelt mit den Ehrenamtlichen der Freiwähler am 29. Februar das letzte Mal und hofft natürlich auf ein ganz starkes Papierergebnis. Ein kleiner Hoffnungsschimmer bleibt. Sollten die Altpapierpreise wieder anziehen, stehen die Freiwähler für einen Neuanfang bereit, die sich an dieser Stelle bei allen Unterstützern der Aktion bedanken. cp/zg

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