Schwetzingen

Aktive Bürger Verein will sich für das Gemeinwohl einsetzen / Niemand soll bevorzugt oder benachteiligt werden

„Angebote für sozial schwächere Familien fehlen“

Archivartikel

Die Bürger mehr miteinbeziehen und ein „Wir-Gefühl“ fördern. Dafür hat der Verein für Aktive Bürger für Kommunen mit Zukunft (ABS) nach eigenen Angaben mit Kandidaten, Mitgliedern und Förderern ein Konzept erarbeitet. Politikverdrossenheit sollen so bald der Vergangenheit angehören. Die Kandidaten haben sich zum Ziel gesetzt, bei einer Wahl für die Leidenschaften und Anliegen der Gemeinde und damit allen Bürgern einzutreten und diese zu verwirklichen. Eine Leidenschaft, die sich an dem Gemeinwohl und streng an der Sache ausrichtet. Sie wollen eine Politik für die Ziele der Bürger betreiben und nicht für das Wohl Einzelner einstehen. Ihre Leidenschaft für das Gemeinwohl einzutreten, erfolgt mit dem Augenmaß, dass Rechte anderer nicht beeinträchtigt oder bevorteilt werden. Zudem soll die wirtschaftliche Stabilität gewahrt werden. Dies dürfe aber nicht dazu führen, dass Rücklagen in unverantwortlicher Weise angehäuft werden oder, dass städtisches Eigentum in unverantwortlicher Weise an Privatinvestoren verscherbelt wird. Auch der Hinweis, dass mit dem Ausweis von Sanierungsgebieten Landesmittel eingesetzt werden, entspreche nur der halben Wahrheit. Mit dem Einsatz von Landesmitteln gehe immer ein städtischer Anteil einher. Städtisches Eigentum sollte grundsätzlich, so der ABS, über Gemeinwohl bewertet werden.

Was heißt Gemeinwohl? Das ist keine kommunistische Floskel, sondern Grundlage ihrer sozialen Marktwirtschaft. Sie soll die Unternehmen fördern, die sozial verantwortlich, ökologisch, demokratisch und solidarisch agieren. Dies kann die Stadt bei ihrer Ausschreibungen vorgeben und dafür tritt der ABS ein. Die Transparenzsatzung, die sie durch den neuen Gemeinderat beschließen lassen wollen, sei der erste Schritt dorthin. So haben sie in ihrem Entwurf der Transparenzsatzung ausgeführt, dass die Satzung allen Bürger die Möglichkeit umfassender Informationsmöglichkeiten bieten muss, dass hieraus eine demokratische Meinungsbildung entstehen kann und damit eine Teilnahme der Bevölkerung gefördert wird. Ein weiterer wichtiger Aspekt der kommunalen Aktivität werde die Arbeit für Jugendliche und Kinder.

Zusammen mit dem Spitzenkandidaten Haydar Sahin und dem Vorsitzenden der ABS, Dieter Goldschalt, hat Silke Krone hierzu ihre Vorstellung dargelegt:

Begegnungsstätten: Besonders für Eltern von behinderten Kindern, um Erfahrungen auszutauschen, fehlen.

Spielplätze: Der Bodenbelag sollte verbessert werden (kein Rindenmulch, sondern spezielle Matten). Fokus legen sie hier auf den Platz an der Comeniusschule. Zudem sollten Spielplätze (zumindest einige) auch für behinderte Kinder nutzbar gemacht werden.

Freizeitangebot: In den Ferien gibt es keine Kinderfeste, die für alle zugänglich sind und die Ferienprogramme sind derart begrenzt, dass viele Kinder, vor allem behinderte, nicht teilnehmen können. Die Aktiven Bürger würden es begrüßen, wenn die Stadt einen Teil der Kosten für Therapiereiten und Klassenausflüge für einkommensschwache Familien übernimmt. Generell vermissen vor allem sozial schwächere Familien mit Kindern Angebote. Die „Alla hopp“-Anlage ist ohne Auto oder Fahrrad schwierig zu erreichen, das Drachenland ist zu teuer. Die Bellamar-Eintrittspreise sind für Einkommensschwache einfach zu teuer, um häufiger dorthin zu gehen. zg

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