Schwetzingen

HG Oftersheim/Schwetzingen Ulrike Arda hilft, wo sie kann / Ehrenamtliche via „Jobbörse“ gesucht

Anpacken statt meckern

Archivartikel

Die HG Oftersheim/Schwetzingen ist ein Verein, der sich über Zuwächse freuen kann: Immer mehr Kinder und Jugendliche wollen dort Handball spielen, heißt es seitens des Vereins. Damit wachsen auch die Aufgaben, die die ehrenamtlich tätigen Mitglieder zu bewältigen haben. Viele engagieren sich bereits, stellen sich als Schiedsrichter und Zeitnehmer zur Verfügung, organisieren den Thekendienst, veröffentlichen Texte auf der HG-Homepage, betreuen Mannschaften, waschen Trikots, backen Kuchen und vieles mehr.

Und sie haben Spaß dabei, wie Ulrike Arda bestätigt, die unlängst zusammen mit Frank Sander von der HG und den Stadtwerken Schwetzingen als „Ehrenamtliche des Jahres“ ausgezeichnet wurde. „Ich habe bei dem, was ich für die HG mache, wahnsinnig tolle Menschen kennengelernt, und es macht mir Spaß, mit diesen zusammenzuarbeiten“, sagt Arda, die unter anderem den Spielbetrieb der weiblichen Jugend koordiniert, Zeitnehmerin und Teil des Bewirtungsteams ist und das alljährliche Powercamp in den Osterferien mitorganisiert.

Sie erwähnt aber noch einen weiteren Punkt, der sie zur Mitarbeit motiviert hat: „Ich bin ja mehr der Schrei-heraus-wenn-dir-was-nicht-passt-Typ. Meiner Meinung nach muss der, der meckert oder Dinge verbessern möchte, auch dafür einstehen und sich einsetzen, damit etwas verändert werden kann.“ Und sie ergänzt: „Meine Tochter liebt ihren Sport und wenn man sich als Eltern für den Verein engagiert, ist das letztendlich oft ausschlaggebend dafür, dass die eigenen Kinder eine deutlich intensivere Bindung zum Verein haben, sich ein Beispiel nehmen und sich ebenfalls neben der Mannschaftsaktivität im Verein einbringen.“ So unterstützt ihre Tochter beispielsweise schon jetzt die erfahrenen Trainerinnen im Bambinitraining.

Neue Onlineoffensive

Die HG-Führung weiß, was sie an Ulrika Arda hat. „Zu verbessern gibt es bei der HG immer etwas“, räumt Vorstandsmitglied Jochen Kühnle ein. „Aber mit engagierten Menschen wie Ulrike gelingt es uns, besser zu werden.“ Damit auch künftig ausreichend „Helfer im Hintergrund“ vorhanden sind, startet die HG eine Onlineoffensive. Auf ihrer Homepage hat sie eine „Jobbörse“ eingerichtet. Hier veröffentlicht der Verein für jetzige und zukünftige Mitstreiter Aufgaben, die von der Organisation von Freizeiten und Events über Videographen, Hallen-DJs und -Sprecher bis hin zu Marketing-Managern reichen.

„Der Zeitaufwand beträgt oft nur ein bis zwei Stunden pro Woche“, erläutert Yannick Zipf, der die Jobbörse im Web umgesetzt hat. „Und man kann sich Jobs auch mit anderen teilen“, ergänzt er. Die Jobbörse, die ständig ergänzt wird, ist das Ergebnis eines Workshops, den die HG-Führung mit den Mitgliedern vor einigen Wochen veranstaltete, als sie ihre Zukunftsstrategie „HGenda 2025“ vorstellte (wir berichteten bereits ausführlich). mz/zg

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