Schwetzingen

Städtepartnerschaft Tour in die Pfalz / Neue Idee geboren

Auf historischen Spuren in Wachenheim unterwegs

„Stadtpartnerschaft will gelebt sein!“, meinte Ernst Klopfer, Vorstandsmitglied des Städtepartnerschaftsvereins, als sich eine illustre Schar von gut 30 Begeisterten traf. Ziel war die Schwetzinger Partnerstadt Wachenheim, die ihr Wein- und Burgfest eröffnete.

Der Leiter der Touristinformation in Wachenheim, Stephan Thomas, empfing die Gruppe, die dann mit Stadtführer Pierre Amblard (im historischen Kostüm) zu einem informativen Rundgang aufbrach. Für die Schwetzinger öffnete sich gleich die Pforte zum katholischen Teil der Stadtkirche, in der noch von alters her die Konfessionen mit einer Mauer voneinander getrennt sind. Wachenheims Stadtgeschichte mit den vielen deutsch-französischen Auseinandersetzungen wurden mit viel Charme und wunderbarem französischem Akzent erläutert. Erstaunt war man beim anschließenden Rundgang über die gut erhaltene, weitläufige Stadtmauer unterhalb der Wachtenburg. Vorbei ging es an dem Spital, dem berühmten Weingut von Bürklin und Wolf, dem Dalberger Hof, dem markanten Brunnen am Kolbschen Hof und schließlich an den Weinständen auf der Hauptstraße vorbei zum so genannten Eichhäusl. Hier wurde sogleich Schwetzingens Partnerschaftsbank, die die Schlosssilhouette zeigt, eingenommen. Beim ersten Glas Wachenheimer Riesling diskutierten die Teilnehmer lebhaft über die Geschichte der Partnerstädte. „Schön, dass so etwas für Schwetzingens Bürger angeboten wird“, erzählte begeistert Edeltraut Hoffmann.

Speisen wie Helmut Kohl

Die Festmeile hatte kulinarisch einiges zu bieten. Für die Schwetzinger ging’s ins Restaurant Klaus Hambel, der schon zu Helmut Kohls Tagen berühmt für seine Saumagenspezialitäten war. Eigentlich gab es keinen Platz mehr, doch mit dem Hinweis auf die Städtepartnerschaftsfahrt wurden Tische zusammengerückt. Der Favorit war der Saumagen mit Trüffel auf Weinkraut, dazu wieder ein guter Riesling. Mit guter Grundlage traf man sich auf dem Markt und zog der Musik folgend zum Festplatz, wo „Die Idole“ einheizten.

Viel zu früh ging’s gegen 21 Uhr zurück nach Schwetzingen. Man war sich einig, das kommende Jahr wieder mit von der Partie zu sein, „dann fahren wir aber später los und kommen nicht vor Mittnacht zurück“, meinte noch Gerd Brucker, der aus Heidelberg mitgekommen war. Resümierend über den gelungenen Ausflug überlegte der Vorsitzende des Schwetzinger Städtepartnerschaftsvereins, Jochen Wiegand: „Vielleicht sollten wir einmal eine ähnliche Fahrt ins französische Lunéville anbieten!“ wss/zg

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