Schwetzingen

Ferienprogramm Im Klavierstudio Worm-Sawosskaja begeben sich Kinder auf die Spuren Mozarts und lernen sogar die ersten Stücke

Auf spielerische Art das Klavier erobert

Das Klavierstudio Worm-Sawosskaja für begabte Kinder und Jugendliche öffnete für zwei Tage seine Pforten für alle Interessierten. Es hatten sich mehr Teilnehmer beim Ferienprogramm gemeldet, als verfügbare Plätze da waren. Doch die Dozentinnen entschieden sich, ein paar Kinder von der Warteliste aufzunehmen.

Der erste Kurs „Auf Mozarts Spuren“ war für Kinder ab fünf Jahren ohne Vorkenntnisse konzipiert worden. Auf spielerische Art und Weise wurden die ersten Grundkenntnisse in Klavierspiel und Rhythmus vermittelt. Die Dozentinnen Viktoria Linzer und Ljubov Tesikowa hatten sich rund um das Märchen über den kleinen Wolferl und seine Schwester Nannerl viele Spiele überlegt. So geriet das Geschwisterpaar Mozart mal in einen Sturm, der am Flügel mit Blitz und Donner hörbar wurde.

Bei einem anderen Spiel wurde Rhythmus und Taktgefühl trainiert: Zur passenden Musik tanzten die Kinder mal auf Zehenspitzen, mal mit langen Schritten, jeweils um zu verstehen, wo kurze und wo lange Noten gespielt wurden. Ganz schwierig wurde es, als sie auf die betonte Note einen Ball werfen und auf die leichte Zählzeit wieder fangen mussten. Doch auch wenn es so manchen Erwachsenen vor Probleme stellt – ganz intuitiv und spielerisch begriffen es auch die Kleinsten der Gruppe.

Neue Herausforderungen warteten an Tag zwei auf die Gruppe. Noten wurden mit einem Memoryspiel leicht gelernt und sogar ein kleines Stück nahmen die Kinder mit nach Hause. Wer dort ein Klavier stehen hatte, präsentierte stolz das Erlernte. Für diesen Tag war eine Schatzsuche angesetzt worden.

Bei einem Brettspiel wurde nochmal alles wiederholt, was die Kinder bis dahin gelernt hatten. Schließlich freuten sich alle, als der schwere Holzdeckel aufging und den ersehnten Schatz freigab.

Etwas ernster ging es in der zweiten Gruppe zu. Diese war für Kinder mit Vorkenntnissen gedacht, doch auch hier stellte sich heraus, dass zwei Mädchen noch keinen Klavierunterricht gehabt hatten. Auf diesen „Notfall“ war man vorbereitet: Am ersten Tag wurden die Grundkenntnisse der Notenschrift erlernt. Schon konnte auch ein Kind ohne vorher je eine Taste gedrückt zu haben, eine leichte Melodie spielen.

Pianisten kennengelernt

Um zu zeigen, dass durch viel Übung alles möglich wird, lernten die Kinder die berühmtesten Pianisten kennen. In verschiedenen Videos war zu sehen, welche Fingerfertigkeit und Ausdruckskraft einen echten Pianisten ausmacht. Ein weiter Weg, doch schon am nächsten Tag ging es voran: Nicht nur auf die eigenen zehn Finger musste geachtet werden, auch das Gehör war gefordert. Denn sobald man vierhändig am Klavier spielt, muss man auch auf den anderen achten und das eigene Spiel in Tempo und Lautstärke anpassen.

Einmal mit dem Lehrer, aber auch mit einem anderen Kind wurde geprobt. Zum krönenden Abschluss gab es ein Mini-Konzert, bei dem die Kursteilnehmer mit Konzentration und Verbeugung die Eltern stolz machten. vl

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