Schwetzingen

Auf zu neuen Gewohnheiten

Archivartikel

Janina Hardung findet Veränderungen gar nicht so schlecht

Das machen wir immer schon so – oder – das haben wir noch nie so gemacht. Liebe Leser, diese beiden Sätzen haben Sie sicher schon mindestens einmal in ihrem Leben gehört. Der Mensch ist ein Gewohnheitstier. Es gibt Abläufe, die gehen schneller und leichter von der Hand, wenn wir sie häufig wiederholen und sie so zur Routine werden. Wir müssen darüber nicht mehr nachdenken. Tausendmal gemacht und für gut befunden. Wie Zähneputzen oder Autofahren.

Das Gehirn darf sich bei diesen Ritualen ausruhen. Wollen wir uns verändern oder verbessern, hemmt uns genau dieser Mechanismus allerdings. Veränderung ist nämlich meistens erstmal ungemütlich. Das Gehirn muss von der Couch aufstehen und die neuen Ideen ausprobieren.

Das braucht seine Zeit und fordert Geist und auch Körper heraus. Veränderungen die „von außen“ kommen sind übrigens um einiges einfacher zu händeln, der Mensch ist nämlich nicht nur ein Gewohnheitstier, er kann sich auch gut anpassen. Ist nach neun Monaten also ein Baby da oder ein anderer Job steht vor der Tür, ist meist nach ein paar Wochen die Angst des Ungewissen verflogen – und die Gewohnheit übernimmt. Aus eigener Kraft etwas ändern, das ist umso schwieriger. Gesünder essen, mehr Sport oder das Rauchen aufhören – all das steht oft auf der Liste der guten Vorsätze. Das Gehirn fragt sich allerdings: „Wieso bleibt nicht alles so, wie es ist? Wir überleben doch.“ Wenn wir aber den „Schweinehund“ besiegen und uns eine bessere Routine aneignen, dann ist die Belohnung nämlich der Botenstoff Dopamin – also ganz viele Glücksgefühle.

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