Schwetzingen

KlimalisteBW Radschnellwege dringend umsetzen

Ausbau geht zu langsam

Die Regionalgruppe Rhein-Neckar der Klimaliste Baden-Württemberg (KlimalisteBW) befürwortet den Ausbau von Radschnellwegen in der Region. Sie äußert sich aber enttäuscht über den zu langsamen Fortschritt, insbesondere der Verbindung Mannheim-Heidelberg. Das Ziel, einen relevanten Beitrag zur Bekämpfung der Klimakrise zu leisten, würde mit dem jetzigen Vorgehen nicht erreicht, heißt es in einer Pressemitteilung.

Obwohl die Route des Radschnellwegs Mannheim-Heidelberg seit Juli 2020 geplant ist, wird von einem Baubeginn nicht vor 2023 ausgegangen. Eine Fertigstellung liegt damit in weiter Ferne. Friederike Benjes, Kandidatin der KlimalisteBW für die Landtagswahl, ist fassungslos: „Die Klimakrise holt uns ein. Wir haben keine fünf Jahre Zeit, um die Verkehrswende einzuleiten. Unser primärer Fokus muss auf der schnellstmöglichen Reduzierung des CO2-Ausstoßes liegen. Auch unabhängig von Corona-Effekten müssen wir dafür Sorge tragen, dass 2021 im Verkehr eine Trendwende stattfindet.“

Patrick Bernhagen, der zusammen mit Benjes am Mobilitätsprogramm der KlimalisteBW gearbeitet hat, wird deutlich: „Wir müssen der akuten Krise Rechnung tragen und jegliche Verkehrsplanung unter die Prämisse der Verlagerung des Autoverkehrs auf klimafreundliche Mobilität und die Vermeidung des Flächenverbrauchs stellen. Eine Umnutzung bestehender Straßen vom Auto- hin zum Radverkehr etwa durch Schaffung breiter und sicherer Radspuren auf der Fahrbahn wäre eine schnelle Möglichkeit.“ zg

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