Schwetzingen

Pandemie

Ausgangsbeschränkung und Böller: Das ist an Silvester verboten

Archivartikel

Region.Aufgrund der nach wie vor hohen Corona-Fallzahlen sieht das Land Baden-Württemberg, anders als zu Weihnachten, für die diesjährige Silvesternacht keine Lockerungen der Regelungen vor. Die Stadt Mannheim hat daher eine genaue Auflistung herausgebracht, welche Verbote an Silvester gelten.
 
Alkoholkonsum:
Ebenfalls weiterhin untersagt ist der Ausschank und Konsum von Alkohol im öffentlichen Raum. Die Abgabe von alkoholhaltigen Getränken ist nur in verschlossenen Behältnissen erlaubt.

Ausgangsbeschränkung:
Die nächtlichen Ausgangsbeschränkungen gelten in der Silvesternacht ohne Ausnahme. Das heißt, in der Zeit von 20 Uhr bis 5 Uhr an Neujahr ist es nicht gestattet, sich ohne triftigen Grund im Freien aufzuhalten. Damit sollen die Infektionszahlen gesenkt und die Gesundheit der Menschen geschützt werden.
 
Böllern:
Mit der Corona-Verordnung vom 15. Dezember hat die baden-württembergische Landesregierung ein Verbot zum Abbrennen von Pyrotechnik im öffentlichen Raum erlassen. Hintergrund: In der Vergangenheit kam es immer wieder zu teils schweren Verletzungen durch Feuerwerkskörper und eine damit verbundene hohe Auslastung in Krankenhäusern. Da durch die Corona-Pandemie bereits viele Notaufnahmen überlastet sind, soll diese Maßnahme einer zusätzlichen Belastung entgegenwirken.
Auch der Verkauf von Feuerwerk der Kategorie 2 – dazu zählen unter anderem Raketen, Böller und ähnliches – ist in diesem Jahr verboten.
Auch die sogenannten Himmelslaternen darf man nicht aufsteigen lassen. Zur Erinnerung: Vor einem Jahr war es im Zoo von Krefeld zu einem verheerenden Brand des Affenhauses gekommen, bei dem mehr als 30 Tiere starben. Das Inferno war durch einen dieser leuchtenden Lampions ausgelöst worden.

Bei Missachtung des Laternen-Verbots droht in Baden-Württemberg übrigens ein Bußgeld von bis zu 5000 Euro. Und wer meint, Raketen und Kanonenschläge im EU-Ausland, etwa in Frankreich oder in Polen, kaufen zu müssen, ist eher schlecht beraten. Die Einfuhr nicht zugelassener Pyrotechnik ist nach dem Sprengstoffgesetz verboten und strafbar.

Die in den EU-Staaten erhältlichen Feuerwerkskörper müssen durch eine Prüfstelle genehmigt sein. Die Böller, die im Internet angeboten werden, haben meistens keine EU-Prüfung durchlaufen. Bei Knallkörpern auf Prüfzeichen ist zu achten, empfehlen übrigens auch die Versicherer. Wer grob fahrlässig oder vorsätzlich handelt, muss selbst für den Schaden aufkommen.

Der Kommandant der Freiwilligen Feuerwehr Ketsch, Thomas Maier, erwartet zwar Entspannung – aber keine Entwarnung. „Die Menge der Feuerwerkskörper kann einen Unterschied machen, aber man weiß halt nie, was auf den heimischen Grundstücken passieren kann. Das Abbrennen von Böllern ist dort ja erlaubt, und manche haben ja noch Reste aus dem Vorjahr zu Hause.“

Kontaktbeschränkung:
Zu Silvester gelten auch die Kontaktbeschränkungen der Corona-Verordnung ausnahmslos. Dies bedeutet konkret: Private Feiern und Treffen sind lediglich mit Personen aus einem weiteren Haushalt möglich sowie mit Verwandten in gerader Linie, einschließlich deren Ehegatten, Lebenspartnern oder Partnern einer nichtehelichen Lebensgemeinschaft – jedoch insgesamt nicht mehr als fünf Personen. Kinder der jeweiligen Haushalte bis einschließlich 14 Jahre zählen nicht zu dieser Begrenzung.

Die Polizei wird erhöhte Präsenz zeigen und verstärkt kontrollieren. Dazu wurden auf allen Revieren die Mindeststärken aufgestockt. Die neuralgischen Punkte in den Kommunen werden ganz besonders beobachtet.

Der Ketscher Bürgermeister Jürgen Kappenstein wünscht allen Ketscher Bürgern „viel Durchhaltevermögen sowie Erfolg und Glück bei allen ihren Zielen im neuen Jahr: Es gibt Licht am Ende des Tunnels“.

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