Schwetzingen

Interkulturelle Woche Auf den Kleinen Planken gibt’s Stände

Austausch, Information und Aktion

Archivartikel

Nun startet sie: die Interkulturelle Woche, die in Schwetzingen sogar zwölf Tage lang andauert und unter der Schirmherrschaft von Oberbürgermeister Dr. René Pöltl steht. Viele Mitveranstaltende – von der Stadt und der Arbeitsgemeinschaft der Kulturvereine Schwetzingen und Umgebung über die Volkshochschule und die Kirchen bis hin zum Roten Kreuz – haben eine Reihe von Veranstaltungen auf die Beine gestellt, die am Mittwoch, 30. September ihren Anfang nimmt.

Am Vormittag zwischen 9 und 13 Uhr wird es auf den Kleinen Planken verschiedene Aktionsstände geben. Die unabhängige Sozial- und Verfahrensberatung für Flüchtlinge in der Erstaufnahmeeinrichtung Schwetzingen, das Integrationsbüro der Stadt sowie die Stabstelle Klimaschutz, Energie und Umwelt der Stadt Schwetzingen werden hier über ihre Arbeit und das Thema Flucht informieren. Außerdem wird der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club (ADFC) – passend zum Stadtradeln- einen kostenlosen Fahrrad-Check anbieten (wir berichteten).

Die Akteure selbst kündigen an: „An diesem Stand sind alle Interessierten rund um das Thema Flucht und Migration willkommen. Unser Beraterteam der Tompkins Barracks steht bereit, um alle Fragen zu Geflüchteten, dem Asylverfahren und Ähnlichem zu beantworten. Ebenso freuen wir uns auf interessante Diskussionen und einen regen Austausch.“

Talent spielt bei Vernissage

Ebenfalls am Mittwoch, 30. September, wird abends um 19 Uhr die Ausstellung „Typisch ,Zigeuner‘? Mythos und Wirklichkeit“ eröffnet. Diese wird im Aktionszeitraum von montags bis freitags immer von 10 bis 17 Uhr in der Stadtkirche zu sehen sein – auch schon am Mittwoch Vormittag parallel zu den Aktionsständen. Die kostenlose Ausstellung ist vom Mannheimer Kulturzentrum „RomnoKher“, Haus für Kultur, Bildung und Antiziganismusforschung, entliehen und beschäftigt sich mit Vorurteilen, Mythen und Fakten über Sinti und Roma, heißt es in einer Pressemitteilung. Sie wird am Abend eröffnet von Gabriela Costache, Mitarbeiterin von RomnoKher in Mannheim und Referentin für gleichberechtigte Teilhabe im Landesverband deutscher Sinti und Roma (VDSR). Musikalisch gestaltet wird die Vernissage von June Heilig (Violine) und seinem Vater Sergej Hartmann (Klavier). Das erst zwölf jährige Ausnahmetalent June Heilig spielt erst seit drei Jahren Geige, ist inzwischen mit diesem Instrument aber Stipendiat der Margarethe-Moritz-Stiftung für begabte Kinder. Obwohl er eine klassische Ausbildung bekommt, schlägt sein Herz eher für den Jazz. Er spielt swingende Stücke von Django Reinhard genauso wie Tangos von Piazziolla und Beethoven. Bei der Vernissage stehen in der Stadtkirche 60 Plätze zur Verfügung, eine Maske ist mitzubringen. zg

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