Schwetzingen

Aufbruch 2016: 2 AfD-Landtagsabgeordneter Klaus-Günther Voigtmann bestreitet den CO-Einfluss

„Autoindustrie vor Kollaps“

Archivartikel

„Widerspruchslos hat die deutsche Regierung die Diskriminierung deutscher Automobilhersteller durch die EU hingenommen“, behauptet Klaus-Günther Voigtmann, der aus Ketsch stammende Landtagsabgeordnete der AfD, auf einer Mitgliederversammlung der Initiative „Aufbruch 2016“. Pressereferent Dr. Gunter Zimmermann hatte den gelernten Maschinenbauingenieur und Betriebswirt begrüßt, der vor der Wahl in den Landtag 2016 in leitender Position in verschiedenen Elektrokonzernen tätig gewesen sei.

Der Kampf gegen die deutsche Automobilindustrie, so Voigtmann, hätte mit einer Entscheidung der Uno begonnen, die eine Studie über menschengemachten Klimawandel in Auftrag gegeben hatte. Als möglichen Schuldigen hätten die Forscher eines der nützlichsten Gase auf dieser Erde entdeckt: Kohlenstoffdioxid (CO2), das als Treibhausgas Ausgangspunkt für die Photosynthese und wesentlicher Grundbaustein für alles Leben sei. Der gegenwärtige Anteil von CO2 an der Lufthülle sei gering: 0,04 Prozent, wohingegen er in früheren Zeiten, etwa dem Kambrium, zehnfach höher gewesen sei. Äußerst umstritten sei daher, ob Kohlenstoffdioxid überhaupt großen Einfluss auf Wetter und Klima habe. Während Wissenschaftler dies bezweifelten, hätten Politiker eine regelrechte CO2-Hysterie entfesselt, sagt Voigtmann.

Das Hauptgeschäft versiegt

Die EU habe Grenzwerte festgesetzt, die zunächst von der deutschen Automobilindustrie als problemlos angesehen worden seien. Die schrittweise Verschärfung dieser Normen für das Jahr 2022 werde die deutschen Hersteller jedoch ins Mark treffen: „Großvolumige und Komfortmodelle – ein Schwerpunkt der deutschen Industrie – weiter hier zu produzieren, sei nach der letzten EU-Richtlinie technisch schlichtweg nicht mehr möglich, ohne saftige Strafzahlungen auszulösen.“

Der angebotene Ausweg, durch die Herstellung von mit null Emissionen bewerteten E-Autos den Betrieb weiterzuführen, sei aussichtslos: „Wie die deutsche Solarindustrie, die aufgrund der wesentlich günstiger produzierenden Konkurrenz aus China von der Bildfläche verschwunden ist, wird die deutsche E-Auto-Produktion die Standortvorteile der Wettbewerber aus China nicht ausgleichen können und somit das Geschäftsmodell aufgeben müssen“, so der AfD-Mann.

Bittere Ironie sei, dass E-Autos nicht weniger, sondern gleich viel und teilweise mehr CO2 in die Luft abgäben. Sofern der gesamte „well2wheel“-Verbrauch gemessen werde, verflüchtigten sich die angeblichen ökologischen Vorteile. Die Herstellung der Batterien und Erzeugung des Ladestroms belasteten die Umwelt mehr (ungefähr um das Anderthalbfache) als die herkömmlichen Verbrenner, die im Vergleich dazu umweltverträglicher seien: „Dass die notwendigen Batterien in Asien und nicht in Deutschland hergestellt werden, interessiert die Erdatmosphäre wenig, die gewissermaßen ein Global Player ist.“ zg

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