Schwetzingen

Kurpfälzer Bühne DLRG profitiert für die Schwimmkurse / Auch für die Proberäume der katholischen Kirche gibt es Geld

Banküberfall-Beute gut verteilt

Archivartikel

Das Geld ist weg – und auch schon verteilt! Die Kurpfälzer Bühne hat die Beute aus ihrem zurückliegenden Stück „Ba...Ba...Banküberfall“ jetzt unter die Leute gebracht. Insgesamt 5000 Euro, der Erlös aus der turbulenten Kriminalkomödie, die im letzten Oktober insgesamt acht Mal vor ausverkauftem Haus aufgeführt worden war, wurden wie immer für den guten Zweck gespendet.

Bei der gar nicht so konspirativen Geldübergabe im Josefshaus freute sich der Vorsitzende der DLRG Schwetzingen-Oftersheim-Plankstadt, Dr. Marc Hemberger, über einen Zuschuss von 2000 Euro. Die Ortsgruppe hat derzeit rund 550 Mitglieder und immer neue Kurse für Nichtschwimmer ab sechs Jahre im Angebot. Das Geld soll unter anderem für Schwimmflossen für die rund 250 Kinder verwendet werden. Der Verein arbeite ausschließlich mit ehrenamtlichen Helfern, auch die Ausbildung von Schwimmern zu Rettungsschwimmern koste, dankte Hemberger für die großzügige Spende.

Noch einmal 2000 Euro gingen an den Verein „Fortschritt St. Leon-Rot“. Die Vorsitzende Susanne Huber und ihr Mann Christoph, Kassenwart des Vereins, erläuterten den Ensemblemitgliedern die eigens eingerichtete Therapiestätte, in der bewegungsbehinderte Kinder durch spezialisierte Therapeuten gefördert werden. Die von dem ungarischen Bewegungspädagogen Professor Dr. András Petö entwickelte Methode kommt Kindern und Erwachsenen mit zerebralen Entwicklungsstörungen oder Querschnittslähmungen zu Gute. Die Idee besteht darin, körperlich behinderten Kindern mit Hilfe einer Bezugsperson eine Gruppentherapie zu ermöglichen, so dass sie sich gegenseitig motivieren und Nachahmungseffekte mit einfließen können.

Ohne die Unterstützung von Förderern und Partnern wäre das Projekt gar nicht möglich, sagte Susanne Huber. Ehrenamtliches Personal und zwei Therapeuten könnten nur durch Spenden und Mitgliedsbeiträge finanziert werden. Die Therapie sei nicht im Leistungskatalog der Krankenkassen ausgewiesen: „Wir sind sehr dankbar für die Unterstützung.“

Proben fürs neue Stück

„Wir sind froh, dass wir der Kurpfälzer Bühne weiterhin die Räume zur Verfügung stellen können“, lobte Pfarrer Friedbert Böser die Laienspielgruppe und deren Engagement für den guten Zweck. Er freue sich schon auf das nächste Stück, dankte Böser für die 1000 Euro an die katholische Seelsorgeeinheit. Die Finanzspritze wird zum Unterhalt von St. Maria und des Josefshauses, beides sind die Probe- und Spielstätten der Kurpfälzer Bühne, verwendet.

Nach der Spendenübergabe ist vor der Aufführung. Die Kurpfälzer Bühne probt schon wieder fleißig für das nächste Stück. „Eins plus eins gleich Chaos“ ist eine Komödie von Heidi Mager, in der es um turbulente Schwindeleien, Versteckspielen und Vertuschungsmanöver geht. Premiere ist am 28. Oktober. Der Kartenvorverkauf findet am Sonntag, 2. September, von 13.30 bis 15 Uhr im Josefshaus statt, gab Spielleiterin Barbara Kießling schon mal bekannt.

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