Schwetzingen

GRN-Klinik Sanierung der Patientenzimmer hat begonnen / Die Herausforderung wird durch einen ausgeklügelten Plan gelöst

Bauen bei laufender Versorgung

Wer in den vergangenen Wochen als Patient oder Besucher die Stationen M3 (Kardiologie), C3 (Allgemeinchirurgie) und G3 (Belegstation) der GRN-Klinik betreten hat, ist bereits im Bilde: Es wird gebaut. Nachdem die Arbeiten zur Erweiterung der Ambulanz, der Zentralen Patientenaufnahme und der Funktionsdiagnostik im Juni 2017 abgeschlossen wurden, geht es nun an die sukzessive Rundum-Sanierung der Zimmer in der 1974 in Betrieb genommenen Klinik in der Bodelschwinghstraße.

Die bislang mehrheitlich mit drei Betten ausgestatteten Zimmer werden geräumigen und modernen, überwiegend mit nur zwei Betten bestückten Zimmern weichen, die den Anforderungen moderner Therapie und Pflege in vollem Umfang gerecht werden.

So werden beispielsweise neben den Patienten- und Pflegeschränken auch Fußböden, Decken und die Technik erneuert sowie die Nasszellen komplett saniert und neu ausgestattet. Sogenannte Bedside Terminals – ein eigener Bildschirm mit Telefon, Fernseh- und Internet-Anschluss an jedem Bett – werden den Schwetzinger Patienten in Zukunft zusätzlichen Komfort bieten.

„Bei einer Kliniksanierung im laufenden Betrieb stellt es eine große Herausforderung dar, die Krankenversorgung während der Bauarbeiten durchgängig aufrechtzuerhalten“, erklärt Klinikleiter Ingo Roth anlässlich des Beginns des Sanierungsprojekts. Hinzu kommt in diesem Fall, dass der GRN-Klinik durch den Umbau Betten verloren gehen würden. Dennoch soll natürlich die Gesamtzahl von 277 Betten für die Patientenversorgung erhalten bleiben.

Staub und Schutt kein Problem

Um all diesen Anforderungen zu entsprechen, folgen die Bauarbeiten einem ausgeklügelten Plan: Im ersten Teilabschnitt werden von Januar 2018 bis März 2019 insgesamt 21 Zimmer der oben genannten Stationen saniert – die verbleibenden Zimmer sind durch bauliche Abschottungen über Staubwände von der Baustelle getrennt und können voll für die Krankenversorgung genutzt werden. „Staub und Bauschutt“, erklärt der stellvertretende Klinikleiter und Projektveranwortliche Klaus Fürniß, „sollten daher für unsere Patienten und Besucher kein Thema sein. Für gelegentliche Unannehmlichkeiten durch Baulärm bitten wir bereits jetzt um Entschuldigung.“

Nach Abschluss dieser ersten Bauphase sorgt eine Aufstockung des westlichen Bettenflügels dafür, dass ausreichend Platz für neue Zimmer geschaffen wird, um die bestehende Bettenzahl zu erhalten. Dazu wird die Dachterrasse im dritten Obergeschoss im Anschluss an die Stationen G1 und G2 überbaut und über diesen beiden Stationen zusätzlich ein weiteres, viertes Obergeschoss errichtet. Mit dieser zweiten Bauphase soll dann bis Ende 2020 der erste Teilabschnitt abgeschlossen sein.

Dabei werden 26 neue Zwei-Bett-Zimmer mit jeweils einer großen Nasszelle entstehen, die bereits genutzt werden können, während die Erneuerung der verbleibenden „alten“ Zimmer nach dem Muster der ersten Bauphase in fünf weiteren Abschnitten voranschreitet.

Bis zum Jahr 2025 soll die Sanierung der Patientenzimmer der GRN-Klinik Schwetzingen dann komplett abgeschlossen sein. zg

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