Schwetzingen

Beim Küssen hat’s gefunkt

Ich stehe wirklich ständig unter Strom. Nein, die Arbeit bringt mich nicht zum Schwitzen. Wenn überhaupt, dann hat nur mein Bürostuhl etwas damit zu tun. Denn der ist mit seinem blauen Bezug aus synthetischen Fasern, im wahrsten Sinne des Wortes, auch für die Spannung verantwortlich.

Egal ob ich aus dem Auto steige, mich von meinem Arbeitsplatz erhebe, Sport mache oder einfach nur spazieren gehe: Am Ende kommt es so gut wie immer zu einem sich leise knackend entladenden Lichtblitz, der mir durch den Finger fährt. Immer öfter bekomme ich in letzter Zeit einen gewischt. Dabei ist der erfrischende Stromschlag schon längst zur Gewohnheit geworden. Schmerzhaft ist er nicht mehr und auch der Überraschungsfaktor der elektrischen Entladung war früher um einiges stärker ausgeprägt..

Naja, das dachte ich jedenfalls. Bis gestern beim Begrüßungskuss zwischen meiner Frau und mir die Funken flogen. Erschrocken sprangen wir auseinander, als der Blitz in unser beider Lippen zwickte. War das jetzt ein kribbelnder Beweis für unsere Liebe, fragten wir uns lachend.

Klingt romantisch, aber eine kleine Onlinerecherche offenbarte die wahren Gründe, die hinter den bis zu 35 000 Volt im Körper stecken. Schuld sind demnach geringe Luftfeuchtigkeit, Kleidung und Sitzgelegenheiten mit synthetischen Fasern und trockene Haut. Denn Letztere kann dann die Energie nicht ableiten, Spannung baut sich auf. Sollte mich die Arbeit vielleicht doch zum Schwitzen bringen?

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