Schwetzingen

„Villa InFantia“ Acht weitere Plätze für Tagespflege geschaffen / Familiärer Charakter

Betreuung im Grünen für die Kleinsten

Archivartikel

Der Garten hat es Oberbürgermeister Dr. René Pöltl angetan. Vor allem der Kirschbaum auf der Blumenwiese verführt zu dem Gedanken, noch einmal Kind sein zu wollen. Ein Gedanke, den der Amtsleiter für Kindergärten und Schulen, Roland Strieker, ohne Abstriche teilte. „Einfach nur Sein unterm Kirschbaum, das wär’s“, so die beiden unisono.

Der Garten gehört zur „Villa InFantia“ im Kurpfalzring 78 des privaten Kindertagespflegevereins „In Familia“, der sein Betreuungsangebot für Kinder unter drei Jahren gerade verdoppelte. Neben den acht liebevoll gestalteten Ganztagesbetreuungsplätzen im Obergeschoss bestehen nun auch acht dieser Plätze im Erdgeschoss. Und der Oberbürgermeister ließ innerhalb der kleinen feierlichen Eröffnung keinen Zweifel daran, dass die acht neuen Plätze für die Stadt eine große Bereicherung bedeuteten. Worte, die die Geschäftsführerin des Vereins, Sandra Freundeberger-Nobili sichtlich bewegten. Gemeinsam mit Birgit Brombacher von der Planungsgruppe des Vereins erläuterte sie das pädagogische Konzept, das vor allem im familiären Charakter bestehe. „Wir bieten einen kleinen, beschützten und sehr geborgenen Rahmen, der so weit als möglich nahtlos an die familiären Strukturen anknüpft.“

Sehenswertes Ergebnis

Vielleicht begründet dies den Erfolg der „Villa InFantia“. Die Nachfrage, so Brombacher, sei jedenfalls anhaltend hoch. Für Pöltl ist die Angebotserweiterung denn auch ein weiterer wichtiger Baustein für das große Ziel der Vereinbarkeit von Beruf und Familie. Wenn auch der Ausbau und die Inbetriebnahme des Spatzennestes vonstatten ginge, erreiche die Stadt bei der Betreuung von Ein- bis Dreijährigen eine Quote von 54 Prozent. Ein Ergebnis, das sich sehen lassen könne und weit über die gesetzlichen Bestimmungen hinausgeht.

Die Kinder, die hier im Garten spielten, interessierte das ganze Zeremoniell übrigens kaum. Selbstvergessen spielten sie unter dem Kirschbaum und verstärkten dabei bei einigen Erwachsenen den Zeitreisewunsch. In Gedanken schienen Pöltl und Strieker jedenfalls schon im Kirschbaum zu sitzen. ske

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