Schwetzingen

Musikverein Stadtkapelle Jubiläumskonzert mit 179 Instrumentalisten / Vier Schwetzinger dabei

Biker bringen Gäste auf Bänke

Wenn sich zirka 200 Motorradfahrer irgendwo in Deutschland treffen und ihre Blasinstrumente auspacken, dann handelt es sich um das alljährliche Treffen der „Biker machen Blasmusik“, dem größten motorradfahrenden Blasorchester der Welt. Dieses Jahr trafen sich die Biker zum 30-jährigen Jubiläum in Niederstetten, einer Stadt in Hohenlohe im fränkischen Nordosten von Baden-Württemberg.

Auch dieses Mal waren mit Sylvia Treiber, Eric Orians, Jens Dittes und Stephan Kübler Vertreter des Musikvereins Stadtkapelle dabei. Sie nutzten die Veranstaltung über ein verlängertes Wochenende, um die Ausfahrt auszudehnen. So ging es zunächst von Schwetzingen über Kreuzwertheim in die Gegend von Bamberg, von wo aus dann Nieder-stetten angefahren wurde. Die Biker schlugen ihre Zelte bei einer Turnhalle in der Nähe des Veranstaltungsortes auf.

Beste Unterhaltung boten die „Egerländer Mafia“ in der von den Musikern gut besetzten Frickenthalhalle. Beim „Benzingespräch“ wurde sich über die vergangen zwölf Monate seit der letzten Zusammenkunft ausgetauscht. Die Vorbereitung für das große Konzert begannen am nächsten Tag recht früh mit einer dreistündigen Probe. Zur Einstimmung auf den Auftritt als größtes motorradfahrendes Blasorchester folgte am Nachmittag traditionell die Ausfahrt in die Umgebung. Ein Besuch des Automobilmuseums auf Schloss Langenburg stand auf dem Programm.

Zwölf- bis 80-Jährige dabei

Am Abend brachte das Orchester die Frickenthalhalle zum Kochen. Das Repertoire, bestehend aus verschieden Märschen und Polkas, aber insbesondere auch Stimmungskanonen wie ein Dieter-Thomas-Kuhn-Medley oder auch Moskau von Dschin-ghis Khan hielt niemanden mehr auf den Bänken und so feierte man ein gelungenes Konzert. 179 Musiker saßen zu diesem Zeitpunkt auf oder vor der Bühne, vom kleinsten Register mit ersten Oboe bis hin zum größten mit 28 Trompeten, vom jüngsten Teilnehmer mit zwölf Jahren bis hin zum ältesten mit 80 Jahren.

Es ist schon etwas Besonderes, Teil von „Biker machen Blasmusik“ zu sein, schreibt der Musikverein in seiner Pressemitteilung. Das zeigt sich auch in der Weite der Anfahrt, die einzelne Teilnehmer auf sich nehmen – diesmal sogar aus Südspanien und direkt aus dem Motorradurlaub in Slowenien.

Die Biker gedachten während des Treffens verstorbenen Mitgliedern, darunter auch Jürgen Teuschel von der Stadtkapelle, Gründungsmitglied und Urgestein der „Biker machen Blasmusik“. Ihm und einem ebenfalls kürzlich verstorbenen Biker wurde der Walzer „Fliege mit mir in die Heimat“ gewidmet. zg

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